Umfrage: 66 Prozent finden Kochs Wahlkampf-Schwerpunkt falsch
zuletzt aktualisiert: 06.01.2008 - 10:26Hamburg (RPO). In den letzten Tagen war Hessens Ministerpräsident Roland Koch täglich in den Medien. Seine Äußerungen zum Jugendstrafrecht fanden ein breites Echo. Die Bevölkerung sieht Kochs Vorschläge kritisch: Rund zwei Drittel der Bevölkerung halten sein Verhalten im Landtagswahlkampf für falsch.
Nach einer Umfrage des Emnid-Instituts für "Bild am Sonntag" sind 66 Prozent der Bundesbürger der Meinung, es sei "eher falsch", kriminelle ausländische Jugendliche in den Mittelpunkt des Wahlkampfs zu stellen. Lediglich 26 Prozent nennen dies "eher richtig". Selbst unter den Anhängern der Union sind nur 34 Prozent von Kochs Themenwahl überzeugt, 56 Prozent äußerten sich ablehnend. Emnid befragte am 2. Januar 2008 501 Bundesbürger.
Koch hatte seine Kritik am Verhalten von Zuwanderern zuvor bekräftigt. Im "Tagesspiegel am Sonntag" wies er den Vorwurf zurück, Ressentiments gegen Ausländer zu bedienen, um Wähler zu mobilisieren: "Ich tue das nicht." Es müsse aber möglich sein, "über Missstände auch dann zu sprechen, wenn sie Zuwanderer betreffen".
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum