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9. November 1989
Bundestags-Vize verschlief den Mauerfall

9. November 1989: Petra Pau verschlief den Mauerfall
Upps: Bundestagsabgeordnete Petra Pau hat den Fall der Mauer einfach verschlafen. FOTO: dpa, mic axs cul
Bonn. Der 9. November 1989, der Tag an dem die Mauer viel. Alle Zeitzeugen wissen ganz genau, was sie an diesem Tag gemacht haben - fast alle. Die Bundestags-Vizepräsidentin und Linken-Abgeordnete Petra Pau hat die Maueröffnung 1989 nämlich verschlafen.

"Ich habe etwas getan am Abend des 9. November, was ich eigentlich immer getan habe. Ich habe erst die Aktuelle Kamera geschaut, dann die Tagesschau. Als dort über das Reisegesetz berichtet wurde und auch gesagt wurde, diese Regeln treten unverzüglich in Kraft, habe ich mir nicht vorstellen können, dass das heißt, dass sich jetzt ganz viele Menschen aufmachen und das auch sofort austesten. Ich bin also schlafen gegangen", sagte die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages im phoenix-Interview.

Als sie dann am nächsten Morgen zu ihrem Arbeitsplatz in der Straße "Unter den Linden" in Berlin-Mitte gefahren sei, habe sie "gesehen, wie viele Menschen sich aufmachten, West-Berlin zu erkunden". Zu diesem Zeitpunkt hat sie verstanden, dass der gesellschaftliche Wandel in der DDR unumkehrbar war. Aber: "Wenn mir an diesem Tag jemand gesagt hätte, du wirst ein Jahr später Bundesbürgerin oder Bundestagsabgeordnete später oder gar Vizepräsidentin des Bundestages, ich hätte ihn zum Arzt geschickt."

 

(gol/ots)
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