Berlin (RPO). Politiker und ihre Haarfarbe - spätestens seit der Kanzlerschaft Gerhard Schröders eine heikle Angelegenheit. Dennoch ist es kein Geheimnis, dass einige Herren in Berlin ihre Haarpracht mit Erzeugnissen aus dem Drogeriemarkt tunen. Kaum einer hat dazu allerdings ein derart lässiges Verhältnis wie Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU).
Am Donnerstag erschien Glos auf einer Pressekonferenz in der Hauptstadt. Der Anlass war eher wenig amüsant. Der Minister korrigierte die Wachstumsprognose für 2009 deutlich nach unten. Ein optischer Hingucker war hingegen die Haarpracht des 64-Jährigen. Der Minister trägt neuerdings weiß. Vor Wochen präsentierte der Unterfranke noch ein kräftiges Braun.
Anders als Altkanzler Schröder, der bei haarigen Fragen gerne mit dem Anwalt drohte, sieht Glos die Sache sehr gelassen. Schon früh räumte er bereitwillig ein, dass seine Frau ihm daheim regelmäßig die Haare töne. Er selbst lege niemals Hand an die Tube. Wenn er längere Zeit unterwegs sei, wasche sich Tönung halt etwas heraus.
Nach seinem Auftritt vom Donnerstag zu urteilen war Minister Glos schon länger nicht mehr daheim. Aber das bringt ein arbeitsreiches Ministerleben halt so mit sich...
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