Hamburg (rpo). Laut neuester Umfragen könnte sich das Thema Koalitionspartner für die Hamburger CDU nach der Bürgerschaftswahl erledigt haben: Die Partei von Bürgermeister Ole von Beust steuert demnach auf eine absolute Mehrheit zu.
Ole von Beust steuert mit seiner CDU in Hamburg derzeit auf eine absolute Mehrheit zu. Foto: AP
Derzeit liegt die Zustimmung bei 46 Prozent, wie eine am Montag veröffentlichte Emnid-Umfrage der Zeitungen "Bild" und "Die Welt" ergab. Die SPD liegt abgeschlagen bei 31 Prozent, die Grünen bei zwölf Prozent.
Die FDP würde mit vier Prozent ebenso wenig in das Landesparlament einziehen wie die alte und die neue Schill-Partei mit jeweils zwei Prozent.
SPD-Spitzenkandidat Thomas Mirow machte die Bundesregierung für seine schlechten Wahlchancen mit verantwortlich. "Die Debatten um die Putzfrauen und die Bekämpfung der Schwarzarbeit, um die Einführung der LKW-Maut oder um den Chef der Bundesagentur für Arbeit waren schon Schläge ins Kontor", klagte Mirow in einem Interview der "Financial Times Deutschland".
Die Hamburger SPD bekomme aus Berlin mehr Gegenwind als Unterstützung. Er fügte hinzu: "Ich wäre schon ganz froh, wenn ab nun keine unnützen Debatten entstehen."
Der Umfrage zufolge liegt Mirow auch bei den Sympathiewerten deutlich hinter Ole von Beust. Bei einer Direktwahl des Bürgermeisters würden sich 59 der 1.000 Befragten für den Amtsinhaber entscheiden, während der SPD-Herausforderer derzeit nur 27 Prozent Zustimmung für sich verbuchen kann.