Gesundheitsministerin: Schmidt drängt auf Bürgerversicherung im Pflegebereich

zuletzt aktualisiert: 21.06.2009 - 08:35

Köln (RPO). Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) hat die Forderung nach einer Umstrukturierung der Pflegeversicherung bekräftigt. Angesichts der Kostenentwicklung müsse die Trennung zwischen privater und sozialer Pflegeversicherung wegfallen und es zu einer einheitlichen Bürgerversicherung kommen, sagte Schmidt am Sonntag im Deutschlandfunk. Das Thema gehört zu den andauernden Streitpunkten zwischen Union und SPD im Gesundheitswesen.

Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt setzt sich für das Modell der Bürgerversicherung im Pflegebereich ein, bei dem jeder einzahlen muss. Foto: AP
Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt setzt sich für das Modell der Bürgerversicherung im Pflegebereich ein, bei dem jeder einzahlen muss. Foto: AP

Die Ministerin betonte, in der Pflegeversicherung hätten alle, egal ob privat oder gesetzlich versichert, den gleichen Anspruch auf Leistung. Deshalb sollten auch alle den gleichen Anteil ihres Einkommens in die Pflegeversicherung einzahlen. Dann ließen sich auch deutliche Mehrleistungen finanzieren. Das jetzige Konzept sei ungerecht.

Die Ministerin zog eine positive Bilanz der Mitte 2008 erfolgten Reform der Pflegeversicherung. So würden die Pflegestützpunkte sehr gut angenommen, die Zahl der Betreuungsassistenten in den stationären Alteneinrichtungen nehme zu. Langsam beginne auch die Diskussion über neue Wohnformen. Nun müsse es aber eine zügige Umsetzung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs geben, mahnte sie. Ziel sei ein ganzheitlicher Einsatz schon bei der Begutachtung von Pflegepatienten, die die Selbständigkeit des Einzelnen im Blick haben müsse.


Quelle: KNA

 
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Autor: mapl99 | 21.06.09 13:18 (1/2)
Na klar
Wir schaffern also die private Pflegeversicherung ab, bei der Kapital für die erwartete demographische Entwikliung angespart wird, um dafür ein System einzuführen, das von der Hand in den Mund...
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Autor: ossi48 | 21.06.09 09:17 (2/2)
Die gute Frau
hat ja noch große Pläne für ihre letzten paar Tage in der Politik.
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