Berlin (RPO). Guido Westerwelle sagt "Nein" zur Ampel: Kurz vor der Landtagswahl in Hessen scheint Roland Koch die Sympathie der Wähler verloren zu haben; über mögliche Koalitionen wird wild spekuliert. Doch ein Bündnis mit Grünen und SPD erteilt der FDP-Chef eine Absage.
FDP-Chef Guido Westerwelle. Foto: ddp
Westerwelle bekräftigte am Montag in Berlin sein "Nein" zu einer Koalition mit SPD und Grünen in Hessen. Das hätten auch Hessens FDP-Spitzenkandidat Jörg-Uwe Hahn und die Parteigremien erklärt, betonte Westerwelle in Berlin.
SPD-Spitzenkandidatin Andrea Ypsilanti wolle dies jedoch nicht hören, weil sie davon ablenken wolle, dass sie bei entsprechenden Mehrheitsverhältnissen eine Regierung mit Grünen und Linkspartei bilden würde, fügte der FDP-Chef hinzu. Er traue entgegengesetzten Versprechungen Ypsilantis nicht. "Sie wird mit den Linken regieren, wenn die Wähler ihr die Chance dafür geben", sagte Westerwelle.
Dagegen betonte Grünen-Chefin Claudia Roth: "Jede Stimme für die Linke ist eine Stimme gegen Rot-Grün". Wer einen Regierungs- und Politikwechsel in Hessen und Niedersachsen wolle, müsse die Grünen wählen. Ihre Partei werde in den nächsten Tagen "auf allen Ebenen" mobilisieren" und eine "breite Zweitstimmenkampagne" vorantreiben, um in beiden Ländern für einen Politikwechsel zu werben. Rot-Grün sei eine realistische Perspektive. "Der Wechsel ist möglich", unterstrich die Grünen-Vorsitzende.
Quelle: afp