| 17.44 Uhr

Millionen-Klage von RWE läuft noch
Abbau des AKW Biblis rückt näher

Deutschlands ältestes Atomkraftwerk Biblis in sechs Daten
Deutschlands ältestes Atomkraftwerk Biblis in sechs Daten FOTO: dapd
Biblis. Der Abbau des stillgelegten Atomkraftwerks Biblis in Hessen rückt näher. Die Landesregierung rechnet damit, dass Block A bis Anfang kommenden Jahres frei von Kernbrennstoffen ist. Anfang 2017 soll dann Block B soweit sein.

Die Brennelemente aus den Nasslagerbecken kommen in Castor-Behälter und dann in das Standortzwischenlager Biblis, wie das Umweltministerium in Wiesbaden am Donnerstag mitteilte. Der Kraftwerksbetreiber RWE rechnet damit, dass es eine erste Genehmigung für den Abbau noch in diesem Jahr gibt.

Klage von RWE läuft weiter

Das Kraftwerk war 2011 im Rahmen der Energiewende nach der Atomkatastrophe im japanischen Fukushima stillgelegt worden. Biblis war bis dahin der älteste kommerziell genutzte Atomreaktor Deutschlands.

Parallel zu den Planungen des Abbaus läuft noch die Klage von RWE gegen das Land Hessen und den Bund auf Schadenersatz in Höhe von 235 Millionen Euro. Der Hessische Verwaltungsgerichtshof hatte 2013 die Anordnung des Landes Hessen auf Stilllegung als rechtswidrig eingestuft, weil RWE nicht angehört worden sei. Später bestätigte das Bundesverwaltungsgericht das Urteil. Das Land betont, auf Anweisung des Bundes gehandelt zu haben.

(dpa)
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