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Abgas-Skandal
Grüne fordern Wiedergutmachung für Diesel-Besitzer bei Folgeschäden

Abgas-Skandal: Grüne fordern Wiedergutmachung für Diesel-Besitzer bei Folgeschäden
Vor der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) steht der Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe, Jürgen Resch, am 14. September mit einer Atemschutzmaske mit der Aufschrift "Diesel-Abgase töten!" in Frankfurt am Main vor einer übergroßen PKW-Attrappe und protestiert gegen den Dieselskandal. FOTO: dpa, arn wst
Berlin/Frankfurt/Main. Zur Automesse IAA und kurz vor der Bundestagswahl erhöhen die Grünen nach dem Abgas-Skandal um Diesel-Fahrzeuge den Druck auf die Autokonzerne: Die Öko-Partei fordert Entschädigungen für Besitzer von Diesel-Autos.

Ein dazu vorgestellter Forderungskatalog sieht "angemessene" Entschädigungen für Besitzer betroffener Diesel-Autos vor, sollten die Fahrzeuge nach einem Software-Update oder einer Umrüstung mehr Sprit verbrauchen oder die Motorleistung nachlassen. "Die nachgerüsteten Fahrzeuge müssen voll funktionstüchtig bleiben. Die Hersteller müssen sich bereit erklären, für Folgeschäden zu haften", heißt es in der Auflistung der Grünen, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. 

An diesem Freitag wollen der grüne Spitzenkandidat Cem Özdemir und Baden-Württembers Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) gemeinsam die weltgrößte Automesse IAA in Frankfurt besuchen. 

Auto der Zukunft: abgasfrei

In dem Papier rufen die Grünen den Verband der Automobilindustrie (VDA) auf, "seine Verteidigungsschlacht für fossile Kraftstoffe zu beenden und aufzuhören, in altbekannter Manier von Brüssel über Berlin bis nach Peking gegen ambitionierte Grenzwerte und Umweltstandards zu lobbyieren". Das Auto von morgen werde abgasfrei fahren. "Wir Grüne wollen, dass es in Deutschland gebaut wird." Der VDA müsse sich darauf einstellen, dass ab 2030 nur noch abgasfreie Autos in Deutschland neu zugelassen würden.

Ob die Grünen dies in einer möglichen Koalition mit Union und FDP durchsetzen könnten, ist fraglich. Die Spitzen von CDU und CSU, Kanzlerin Angela Merkel und Horst Seehofer, sehen für Verbrennungsmotoren noch eine jahrzehntelange Zukunft.

(dpa/sbl)
 
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