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ARD-Deutschlandtrend
AfD legt in Umfrage bundesweit auf 16 Prozent zu

Das sind die führenden Köpfe der AfD
Das sind die führenden Köpfe der AfD FOTO: dpa, mb pil rho
Berlin. Die rechtspopulistische AfD stiehlt den Volksparteien weiter Stimmen und legt im neuen Deutschlandtrend des ARD-Morgenmagazins zu. Für Union und SPD geht es dementsprechend weiter bergab.

Der am Freitag veröffentlichten aktuellen Umfrage zufolge würden derzeit 16 Prozent der Befragten die AfD wählen, zwei Prozentpunkte mehr als in der Umfrage vom 1. September. Die Union käme demnach auf 32 Prozent der Stimmen und verliert damit einen Prozentpunkt.

22 Prozent der Befragten würden die SPD wählen, damit verlieren auch die Sozialdemokraten einen Prozentpunkt. Die Grünen erhalten in der Umfrage zwölf Prozent der Stimmen und gewinnen damit einen Prozentpunkt hinzu. Acht Prozent der Bürger würden Die Linke wählen, sechs Prozent die FDP.

Die derzeitige rot-schwarze Regierungskoalition käme demnach bei einer Bundestagswahl auf 54 Prozent der Stimmen.

Kanzleramtsminister Peter Altmaier (CDU) sagte dazu im ARD-"Morgenmagazin", die Umfragen seien derzeit für keine der im Bundestag vertretenen Parteien erfreulich. "Das hat etwas damit zu tun, dass wir im Land schwierige Probleme lösen", argumentierte Altmaier. "Wir sind aber sicher, die Umfragewerte werden besser werden, wenn die Menschen sehen können und fühlen können, dass wir diese Probleme im Griff haben."

Die AfD setzte bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus in Berlin am vergangenen Wochenende sowie bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern zwei Wochen zuvor auf eine Kampagne, die sich gegen die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung richtete. In Mecklenburg-Vorpommern kamen die Rechtspopulisten damit auf 20,8 Prozent. In Berlin erreichten sie aus dem Stand mehr als 14 Prozent.

Das Institut Infratest dimap befragte zwischen Montag bis Mittwoch 934 Wahlberechtigte.

Mehrheit fände Merkels neuerliche Kandidatur gut

Trotz der Diskussion um die Flüchtlingspolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) fände es laut "ZDF-Politbarometer" mehr als die Hälfte der Befragten (54 Prozent) gut, wenn sie bei der Wahl im kommenden Jahr wieder antreten würde. Nicht gut finden dies 42 Prozent. Eine Kanzlerkandidatur von SPD-Chef Sigmar Gabriel hielten 41 Prozent für gut und 49 Prozent für nicht gut. Bei einem Duell zwischen Merkel und Gabriel wäre einer klaren Mehrheit von 56 Prozent die Amtsinhaberin als Kanzlerin lieber. Der SPD-Chef kommt nur auf 30 Prozent.

In der Rangliste der beliebtesten Politiker liegt Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) vorne. Auf einer Skala von plus fünf bis minus fünf kommt er auf einen Durchschnittswert von 2,1. Auf Platz zwei folgt Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) mit 2,0, gefolgt von Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) mit 1,7 und Kanzlerin Merkel mit 1,1.

Für das "Politbarometer" befragte die Forschungsgruppe Wahlen von Dienstag bis Donnerstag 1241 Wahlberechtigte.

(felt/AFP/REU)
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