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Ausschreitungen am Rande des AfD-Parteitags

Fotos: Zusammenstöße zwischen Polizei und Demonstranten
Fotos: Zusammenstöße zwischen Polizei und Demonstranten FOTO: dpa, cdt fdt
Stuttgart. Der AfD-Bundesparteitag in Stuttgart wird von Demonstrationen, Ausschreitungen und einem massiven Polizeiaufgebot begleitet. Bereits am Morgen wurden 400 Menschen in Gewahrsam genommen.

Demonstranten versuchten, den AfD-Parteitag zu stören. Einige steckten Autoreifen in Brand und zündeten Feuerwerkskörper. Auch auf der Autobahn 8 kam es für kurze Zeit zu Beeinträchtigungen. Am Nachmittag beruhigte sich die Lage. Demonstranten zogen dann in die Stuttgarter Innenstadt.

Nach Angaben der Polizei beteiligten sich an den Protesten am Messegelände knapp 1500 Menschen. Darunter seien 800 bis 900 gewaltbereite Demonstranten gewesen, die mit Bussen gekommen seien.
Bei ihrer Ankunft hätten sie bengalische Feuer gezündet. Der Polizei zufolge gab es nach bisherigen Erkenntnissen keine Verletzten. Von einem Protestbündnis hieß es, es seien Demonstranten von Pfefferspray getroffen worden.

Die Demonstranten riefen lautstark: "Flüchtlinge bleiben, Nazis vertreiben" und "Wir kriegen Euch alle". Ein massives Polizeiaufgebot mit rund 1000 Einsatzkräften sicherte den Parteitag der Alternative für Deutschland. Auch Beamte aus anderen Bundesländern waren im Einsatz.

Mehrere Wasserwerfer standen bereit – seit dem aus dem Ruder gelaufenen Polizeieinsatz gegen Stuttgart-21-Gegner im Jahr 2010 mit mehr als 160 Verletzten ist in Baden-Württemberg kein Wasser aus Wasserwerfern mehr gegen Menschen eingesetzt worden.

In der Nähe des Tagungsorts blockierten Gegner den Zugang zu der Veranstaltung, wie eine dpa-Reporterin berichtete. Rufe wie "Nazis raus" oder "Ade, Ade zu AfD" waren zu hören. Die Polizei verfolgte mehrere Demonstranten auch quer über die Felder hinter dem Messegelände. Vorwiegend junge Demonstrationsteilnehmer wurden mit Kabelbindern gefesselt und abgeführt. Demonstranten - einige schwarz vermummt - hätten auch Eisenstangen und Holzlatten dabei gehabt, teilte die Polizei am Morgen mit.

(jco/dpa)
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