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Kritik von anderen Parteien
Gauland bleibt bei Lob für deutsche Wehrmachtssoldaten

AfD-Spitzenkandidat Alexander Gauland bleibt bei Lob deutscher Wehrmachtssoldaten
AfD-Spitzenkandidat Alexander Gauland (Archiv). FOTO: dpa, scg tba jai
Berlin. AfD-Spitzenkandidat Gauland hat seine umstrittene Äußerung verteidigt, die Deutschen dürften stolz sein auf "die Leistungen deutscher Soldaten" im Ersten und Zweiten Weltkrieg. Schuld an den Verbrechen seien nicht sie gewesen, sondern "das System".

"Ich bestreite überhaupt nicht, dass die Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg in Verbrechen verwickelt war", sagte AfD-Spitzenkandidat Alexander Gauland am Freitag am Rande eines AfD-Wahlkampftermins in Berlin auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. "Aber ich habe Namen genannt, Rommel und Stauffenberg, und ich habe ganz deutlich gesagt, dass Millionen deutscher Soldaten tapfer waren und nicht in Verbrechen verwickelt waren." Und es müsse erlaubt sein, diese zu loben.

"Ich weiß auch, dass sechs Millionen Juden ermordet worden sind", sagte Gauland weiter. "Aber Millionen deutscher Soldaten haben ihre Pflicht getan für ein verbrecherisches System. Aber da ist das System Schuld und nicht die Soldaten, die tapfer waren." Im übrigen habe er nichts anderes gesagt als Frankreichs damaliger Präsident Francois Mitterrand am 8. Mai 1995 in einer Rede. "Da hat er die Tapferkeit der deutschen Soldaten wie auch der anderen Soldaten gelobt und hat diese Tapferkeit dem verbrecherischen Regime gegenübergestellt", sagte Gauland. "Und diese persönliche Tapferkeit, auf die kann man stolz sein."

Der Screenshot zeigt Alexander Gauland bei seiner Rede beim Kyffhäuser-Treffen. FOTO: AfD Youtube Video Gauland-Rede beim Kyhhäuser-Treffen

Am Freitag war ein Video einer Rede Gaulands vom 2. September bekanntgeworden. Dort forderte er unter großem Beifall, einen Schlussstrich unter die Beschäftigung mit dem Nationalsozialismus zu ziehen. "Man muss uns diese zwölf Jahre nicht mehr vorhalten. Sie betreffen unsere Identität heute nicht mehr." Und weiter sagte Gauland: "Deshalb haben wir auch das Recht, uns nicht nur unser Land, sondern auch unsere Vergangenheit zurückzuholen." SPD und Grüne werteten seine Äußerungen als weiteren Beleg für rechtsextreme Tendenzen in der AfD.

(wer/dpa)
 
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