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Asylpolitik
AfD will Merkel wegen "Schleusertätigkeit" anzeigen

AfD-Demo in Erfurt: 8000 protestieren gegen Asylpolitik
AfD-Demo in Erfurt: 8000 protestieren gegen Asylpolitik FOTO: dpa, msc bsc
Berlin. Die Alternative für Deutschland (AfD) will im Zusammenhang mit der Asylpolitik Strafanzeige gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) stellen.

Mit Blick auf die Entscheidung der Bundesregierung von Anfang September, Tausende von Flüchtlinge, die in Ungarn festsaßen, nach Deutschland reisen zu lassen, sagte der stellvertretende Parteivorsitzende Alexander Gauland am Freitag in Berlin: "Frau Merkel hat sich als Schleuser betätigt."

Und auch aus Bayern reißt die Kritik an Merkel nicht ab: Vor der bayerischen Kabinettsberatung zu geplanten Zuzugsbeschränkungen für Flüchtlinge hat CSU-Chef Horst Seehofer seine Kritik an der Flüchtlingspolitik der  Kanzlerin erneuert. "In den Flüchtlingslagern in Nahost ist durch falsche Signale aus Deutschland eine Sogwirkung entstanden mit der Botschaft: Die Deutschen wollen ja, dass wir kommen", sagte Seehofer der "Bild"-Zeitung.

Viele Gesten aus Berlin seien als Einladung verstanden worden, sagte der bayerische Ministerpräsident. "Deshalb muss Angela Merkel jetzt auch ganz klar sagen: Wir bleiben human, wir helfen, aber unsere Möglichkeiten sind begrenzt", forderte Seehofer. "Einfach sagen: Wir haben Völkerwanderung und kriegen das hin - das wird nicht gelingen."

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(dpa)
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