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Asylbewerber
AfD will Grenzkontrollen zu den östlichen Nachbarn

Kurz-Porträt: Frauke Petry – jung, weiblich, populistisch
Kurz-Porträt: Frauke Petry – jung, weiblich, populistisch FOTO: dpa, spf pil tmk
Berlin. Die AfD hat wegen der gestiegenen Asylbewerberzahlen drastische Reaktionen gefordert: Unter anderem sollen Kontrollen an den Grenzen zu Polen, Österreich und Tschechien den Druck von den Behörden nehmen.

Der neue Bundesvorstand der Alternative für Deutschland schlägt in einem Positionspapier zur Flüchtlingspolitik außerdem vor, künftig keine Asylanträge aus den als "sichere Herkunftsstaaten" eingestuften Balkanländern Serbien, Mazedonien und Bosnien-Herzegowina mehr zuzulassen. "Allein eine solche Maßnahme würde den derzeit ungeheuren Druck auf die deutschen Kommunen drastisch reduzieren", heißt es in dem Papier.

Ein Umdenken fordert die Alternative für Deutschland auch bei der Bearbeitung von Asylanträgen aus afrikanischen und arabischen Staaten. Schutzsuchende aus diesen Ländern sollten ihre Anträge nur noch in deutschen Konsulaten in ihren Heimatstaaten oder in sicheren Nachbarländern stellen dürfen - und zwar zunächst einmal schriftlich. Wer "illegal" nach Europa komme, müsse zurückgeschickt werden.

Die AfD hatte auf ihrem Bundesparteitag Anfang Juli heftig über die Asyl- und Zuwanderungspolitik gestritten. Anhänger des liberal-konservativen Parteigründers Bernd Lucke konstatierten damals einen "Rechtsruck" und verließen deshalb die AfD. Die Lucke-Fraktion hat inzwischen eine eigene Partei namens ALFA gegründet.

(dpa)
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