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Afghanistan
Bundeswehr bleibt doch in Masar-i-Scharif präsent

Afghanistan: Bundeswehr bleibt doch in Masar-i-Scharif präsent
Bundeswehrsoldaten im Einsatz in Afghanistan. FOTO: dpa, gam wst fdt fux
Berlin. Die Sicherheitslage hat sich in Afghanistan massiv verschlechtert: Grund genug für Deutschland, um den Militäreinsatz im Norden des Landes auch im kommenden Jahr fortzuführen.

"Wir sind übereingekommen, dass wir gemeinsam unseren Beitrag fortsetzen wollen, um die Sicherheitsarchitektur in Afghanistan zu stärken und weiter auszubilden", sagte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen am Montag in Berlin. Sie äußerte sich nach einem Treffen mit ihren Kollegen aus den 20 Nationen, die zusammen mit Deutschland derzeit die rund 1500 Soldaten für das Feldlager im nordafghanischen Masar-i-Scharif stellen. Die Bundeswehr führt den Einsatz zur Beratung der einheimischen Sicherheitskräfte in der Region.

Nach ursprünglicher Planung sollte die Zahl der ausländischen Truppen am Hindukusch zum Jahreswechsel deutlich schrumpfen. Die verbleibenden Soldaten sollten in der Hauptstadt Kabul zusammengezogen werden. Wegen der massiv verschlechterten Sicherheitslage gab die Nato dieses Vorhaben jedoch auf und entschied, die Zahl der Truppen nicht zu verringern und auch in der Fläche präsent zu bleiben. Den Beschluss dazu wollen die Außenminister der Militärallianz kommende Woche in Brüssel fällen.

Deutschland stellt etwa die Hälfte der Soldaten in Masar-i-Scharif, weitere große Kontingente kommen aus Georgien, der Mongolei, den Niederlanden und Ungarn. Vergangene Woche hatte das Kabinett beschlossen, die Mandatsobergrenze für den Bundeswehreinsatz im kommenden Jahr auf 980 Soldaten zu erhöhen. Die endgültige Entscheidung darüber trifft der Bundestag.

 

(REU)
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