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Superwahljahr 2009
Deutschland steht vor dem Superwahljahr 2009. 16 mal werden die Wähler in diesem Jahr an die Urnen gerufen. Ein Überblick.
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Landtagswahl in Hessen
18. Januar 2009: Landtagswahl in Hessen
Nach einem turbulenten Jahr, in dem Andrea Ypsilanti und die SPD zweimal mit dem Versuch der Machtübernahme scheiterten, muss nun der Wähler neu entscheiden. Alles deutet auf eine weitere Amtszeit für Roland Koch (CDU) hin. Umfragen zufolge werden Ypsilanti den Wortbruch, nicht mit der Linken zusammenzuarbeiten, nicht verzeihen.
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Bundespräsidentenwahl
23. Mai 2009: Bundespräsidentenwahl
Horst Köhler tritt gegen die Herausforderer Gesine Schwan und Peter Sodann an. Entscheiden wird die Bundesversammlung, bestehend zur Hälfte aus den Bundestagsabgeordneten und zur anderen Hälfte aus Vertretern, die die Landesparlamente bestimmen. Die besten Chancen hat wohl der von CDU und FDP gestützte Horst Köhler, aber seine Mehrheit ist alles andere als sicher.
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Kommunalwahlen
7. Juni 2009: Kommunalwahlen
Gleicht acht Bundesländern rufen im Juni zu den Kommunalwahlen an die Urnen: Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, das Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.
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Europawahl
7. Juni 2009: Europawahl
Am selben Tag finden die Wahlen zum Europaparlament statt. Erfahrungsgemäß macht es Sinn, die Wahltermine zu koppeln. Die meisten Wähler verspüren für Europa üblicherweise alles andere als Leidenschaft. Dennoch gilt sie als bundesweiter Stimmungstest. Häufig können Protestparteien punkten.
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Landtagswahl im Saarland
30. August 2009: Landtagswahl im Saarland
Der mit Sicherheit spannendste Termin neben Hessen- und Bundestagswahl. Das liegt vor allem an Oskar Lafontaine, der für die Linke antritt und sich vorgenommen hat, die SPD zu überflügeln. Die Demoskopen halten das für möglich. Ob es dann für Peter Müllers CDU, die weiterhin stärkste Kraft im Lande, erneut reicht, ist fraglich. Das Thema Rot-Rot wird wieder eine wichtige Rolle spielen. SPD-Chef Franz Müntefering hat den Landesverbänden freie Hand gegeben.
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Landtagswahl in Sachsen
30. August 2009: Sachsenwahl
Am selben Tag werden auch in Sachsen die Wähler an die Urnen gerufen. Derzeit regiert die CDU mit Ministerpräsident Stanislaw Tillich zusammen mit der SPD. Die Christdemokraten träumen von einer absoluten Mehrheit, so wie einst unter Kurt Biedenkopf. Realistischer erscheint derzeit eine Zusammenarbeit mit der FDP.
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Landtagswahl in Thüringen
30. August 2009: Thüringenwahl
Die Lage in Thüringen ähnelt eher der im Saarland als in Sachsen. Aktuell regiert Dieter Althaus mit der CDU. Die absolute Mehrheit zu verteidigen, wird schwer. Schärfster Herausforderer ist Linke-Kandidat Bodo Ramelow, der in Umfragen auf 30 Prozent kommt. Auch hier ist Rot-Rot ein mögliches Zukunftsmodell.
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Landtagswahl in Brandenburg
27. September 2009: Wahl in Brandenburg
Auch das gibt es noch in Deutschland: Mit ihrem beliebten Ministerpräsident Matthias Platzeck erreicht die SPD in den Umfragen derzeit 36 Prozent und ist damit stärkste Partei. Platzeck, derzeit Chef einer Koalition mit der Union, hält sich für die Wahlen alle Optionen offen. Die Linke hält sich bereit.
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Bundestagswahl
27. September 2009: Bundestagswahl
Zum Abschluss des Jahres steht die Bundestagswahl auf dem Programm. Die CDU setzt auf die Beliebtheitswerte von Bundeskanzlerin Angela Merkel. SPD-Kandidat Frank-Walter Steinmeier – seit Monaten chronisch unter 30 Prozent - gibt unverdrossen die Parole aus: Wir wollen stärkste Kraft werden. Derzeit würde es dafür nicht reichen. Aktuelle Umfragen sprechen für Schwarz-Gelb, wenn auch nur knapp. Maßgeblich wird der weitere Verlauf der Finanz- und Wirtschaftskrise über die Ergebnisse bei der Bundestagswahl entscheiden.