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Angebot an AfD-Chefin
Dunja Hayali würde gern mit Frauke Petry diskutieren

Das sind die führenden Köpfe der AfD
Das sind die führenden Köpfe der AfD FOTO: dpa, mb pil rho
Berlin. Während in der AfD die Einberufung eines Sonderparteitages zu einer Neuwahl des Bundesvorstandes erwogen wird, würde ZDF-Moderatorin Dunja Hayali gerne mit AfD-Chefin Frauke Petry diskutieren - obwohl diese öffentlich ihre Entlassung gefordert hatte.

"Natürlich würde ich mit ihr sprechen", sagte Hayali der "Bild am Sonntag": "Ich würde gern mal mit ihr über Sozialpolitik diskutieren oder nach ihren Konzepten für die Rente fragen. Von meiner Seite steht das Gesprächsangebot."

Im März hatte Petry einen Auftritt im ZDF-"Morgenmagazin" mit Hayali kurzfristig abgesagt. Hinterher hatte sie Hayali als "Politaktivistin" bezeichnet und indirekt ihre Entlassung gefordert. Eine erneute Einladung zu Hayalis "Donnerstalk", der am 28. Juli startet, schlug Petry laut Bericht aus.

Im Umgang mit Hasskommentaren ist die 42-Jährige rigoroser geworden. "Früher habe ich mich echt mit jedem auseinandergesetzt, das tue ich heute nicht mehr. Ich sperre auf Facebook rigoros und erstatte auch schon mal Anzeige." Sie merke auch, dass die vielen Beleidigungen nicht ohne Wirkung blieben. "Es gibt Phasen, in denen ich im Supermarkt stehe und mich umgucke, ob ich verfolgt werde", sagte Hayali. "Man wird menschenscheuer." Allerdings bekomme sie viel mehr positive Rückmeldungen: "Das gibt Kraft."

Beruft die AfD einen Sonderparteitag ein?

Derweil denkt man in der AfD offenbar über die Einberufung eines Sonderparteitages zu einer Neuwahl des Bundesvorstandes nach. Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" am Sonntag aus Parteikreisen erfuhr, wurde für den 14. August ein Parteikonvent einberufen. Dieser besteht aus Mitgliedern der Landesverbände und des Bundesvorstandes. Bei der Sitzung sollen die Mitglieder des Bundesvorstandes zu der Frage angehört werden, ob sie trotz ihrer Streitigkeiten zu einer Zusammenarbeit fähig sind.

Sollte der Eindruck überwiegen, dass eine Zusammenarbeit nicht möglich ist, planen Mitglieder des Konvents die Einberufung eines Sonderparteitages, was mit einfacher Mehrheit möglich wäre. Der AfD-Bundesvorsitzende Jörg Meuthen sagte der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" am Sonntag: "Der Bundesvorstand ist arbeitsfähig, das hat auch die letzte Sitzung gezeigt. Natürlich gibt es gelegentliche Differenzen, aber das ist im politischen Betrieb normal."

(felt/KNA)
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