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Merkel kritisiert Trump
"Klimaabkommen nicht verhandelbar"

Angela Merkel kritisiert Donald Trump: "Klimaabkommen nicht verhandelbar"
Angela Merkel bei ihrer Regierungserklärung im Bundestag FOTO: dpa, bvj tba
Berlin. Kanzlerin Angela Merkel hat den Abschottungskurs von US-Präsident Donald Trump scharf kritisiert. Eine Woche vor dem G20-Gipfel in Hamburg verspricht sie mehr Anstrengungen beim Klimaschutz. 

"Seit der Entscheidung der Vereinigten Staaten von Amerika, das Klimaabkommen von Paris zu verlassen, sind wir entschlossener denn je, es zum Erfolg zu bringen", sagte Merkel am Donnerstag in einer Regierungserklärung im Bundestag acht Tage vor dem G20-Gipfel in Hamburg.

Herausforderungen wie der Klimawandel, der internationale Terrorismus oder der Kampf gegen die Ursachen von Flucht und Migration machten nicht vor Ländergrenzen halt, sagte Merkel. "Wer glaubt, die Probleme dieser Welt mit Isolationismus und Protektionismus lösen zu können, der unterliegt einem gewaltigen Irrtum", warnte sie.

"Der Dissens ist offenkundig"

Auch Deutschland müsse noch seine Hausaufgaben machen, da gebe es auch bei uns noch einiges zu tun. Gerade bei Klimafragen nach Aufkündigung des Pariser Abkommens durch US-Präsident Donald Trump erwarte sie keine einfachen Gespräche. Der Dissens zu den USA in der Frage sei offenkundig. "Und es wäre nur unaufrichtig, wenn wir ihn übertünchen würden. Das werde ich jedenfalls nicht tun."

Merkel sagte, der Klimaschutz sei eine existenzielle Herausforderung. "Wir wollen und müssen diese existenzielle Herausforderung bewältigen, und wir können und werden nicht darauf warten, bis auch der letzte auf der Welt von den wissenschaftlichen Erkenntnissen des Klimawandels überzeugt werden konnte. Mit anderen Worten: Das Klimaabkommen ist unabkehrbar, und es ist nicht verhandelbar."

G20-Gipfel in der kommenden Woche

Die großen Industrie- und Schwellenländer kommen in der kommenden Woche in Hamburg zum G20-Gipfel zusammen. Dabei werden schwierige Diskussionen unter anderem über die Themen internationaler Handel, Klimapolitik und Migration erwartet. Das gilt besonders, seit US-Präsident Donald Trump einen Ausstieg aus dem Pariser Klimaabkommen angekündigt hat. Auch bei den Themen Handel und Einwanderung will Trump einen Weg der Abschottung einschlagen.

(veke/dpa)
 
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