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Medienberichte
IS soll Anis Amri zu Attentat in Berlin gedrängt haben

Anis Amri: IS soll Mann zu Attentat gedrängt haben
Fahndungsfotos des Tunesiers Anis Amri (Archivbild). FOTO: dpa, ade kde rho mov
Berlin. Anis Amri ist mehreren Medienberichten zufolge von Mitgliedern der Terrormiliz Islamischer Staat zu dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt gedrängt worden. Ursprünglich soll er als "IS-Instrukteur" tätig gewesen sein.

Amri hatte nach Informationen von WDR, NDR und "Süddeutscher Zeitung" im Oktober ursprünglich vor, in die vom IS kontrollierten Gebiete auszureisen, wurde aber von einem oder mehreren Mitgliedern gedrängt, den Anschlag zu verüben. Die Terrormiliz habe "das besondere Potenzial" Amris erkannt, heißt es unter Berufung auf Ermittlerkreise.

Enger Kontakt zu anderen IS-Mitgliedern

Amri soll noch unmittelbar vor dem Anschlag mit einem IS-Mitglied Kontakt gehabt und Nachrichten ausgetauscht haben. Die Behörden gehen dem Bericht zufolge davon aus, dass dies ein sogenannter "IS-Instrukteur" war, der Islamisten dabei berät, wie sie Anschläge im Westen begehen.

Amri hatte im Dezember einen Lastwagen gestohlen und den Fahrer erschossen. Das Fahrzeug lenkte er in den Weihnachtsmarkt an der Berliner Gedächtniskirche und tötete elf Passanten. Anschließend flüchtete er quer durch Europa, bis er in Italien von Polizisten erschossen wurde.

CDU-Politiker Geerlings soll neuen Amri-Ausschuss leiten

Der CDU-Abgeordnete Jörg Geerlings (44) soll Vorsitzender des neuen Untersuchungsausschusses im NRW-Landtag zum Terrorfall Anis Amri werden. Das berichtet die in Bielefeld erscheinende Tageszeitung "Neue Westfälische" (Donnerstag) unter Berufung auf CDU-Kreise. Der Untersuchungsausschuss soll die in der vergangenen Legislaturperiode nicht abgeschlossenen Ermittlungen fortsetzen. Der Landtag will den Ausschuss bereits in seiner konstituierenden Sitzung an diesem Donnerstag einsetzen.

Für Amri, der als angeblicher Asylbewerber 2015 nach Deutschland eingereist war, waren NRW-Ausländerbehörden zuständig. Außerdem hatte das Landeskriminalamt ihn über Monate als Gefährder überwacht.

(isw/dpa)
 
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