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Anis Amri
Untersuchungsausschuss zu Terroranschlag nimmt Arbeit auf

Anis Amri: Untersuchungsausschuss zu Terroranschlag nimmt Arbeit auf
Fahndungsfotos des Attentäters Anis Amri FOTO: dpa, ade kde rho mov
Berlin. Sieben Monate nach dem Berliner Weihnachtsmarktanschlag hat der Untersuchungsausschuss seine Arbeit aufgenommen. Er soll klären, ob Amri schon früher hätte festgenommen werden können.

Der Ausschuss des des Berliner Abgeordnetenhauses , der am Freitag zu seiner konstituierenden Sitzung zusammenkam, soll sich vor allem mit möglichen Fehlern im Umgang mit dem Attentäter Anis Amri vor dem Anschlag befassen. Im Zentrum steht etwa die Frage, ob Amri zuvor wegen anderer Delikte hätte festgenommen werden können.

Zudem dürften sich die Abgeordneten intensiv mit den Enthüllungen über Aktenmanipulationen in dem Fall befassen. Es besteht der Verdacht, dass Mitarbeiter des Berliner Landeskriminalamts (LKA) ein Dokument nachträglich manipulierten, um die versäumte Gelegenheit einer Festnahme zu vertuschen.

Am Ende der Arbeit verstünden sie hoffentlich, "warum der Anschlag nicht verhindert werden konnte, obwohl der Attentäter im Visier unserer Sicherheitsbehörden war", sagte der Ausschussvorsitzende Burkard Dregger (CDU) im Rundfunk Berlin-Brandenburg. Es gehe aber auch darum, Fehler bei der Terrorabwehr für die Zukunft auszuschließen. Dregger rechnet damit, dass der Ausschuss rund zwei Jahren arbeiten wird.

Amri hatte am 19. Dezember einen Lastwagenfahrer erschossen, dessen Fahrzeug gekapert und war damit auf einem Berliner Weihnachtsmarkt in die Menschenmenge gerast. Zwölf Menschen starben, 67 weitere wurden verletzt. Auf der Flucht wurde er von der Polizei in Mailand erschossen.

(afp/veke)
 
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