| 17.45 Uhr

Anschlag auf BVB-Bus
Experte zweifelt an IS-Täterschaft

Explosionen am BVB-Mannschaftsbus
Berlin . Nach Einschätzung des Unions-Innenexperten Stephan Mayer stehen die Ermittler beim Anschlag auf den BVB-Bus wieder am Anfang. Die beiden zunächst Verdächtigten hätten offensichtlich nichts mit dem Verbrechen zu tun. Aber auch an einer Täterschaft der Terrormiliz Islamischer Staat gebe es erhebliche Zweifel. Von Gregor Mayntz

"Aus meiner Sicht spricht viel dafür, dass die tatsächlichen Täter mit den angeblichen drei IS-Bekennerschreiben eine falsche Fährte legen wollten", sagte der CSU-Politiker unserer Redaktion. Der Anschlag passe schon allein deshalb nicht in die bisherigen Muster der Islamisten, als dass es bisher immer das Ziel der Terroristen gewesen sei, eine möglichst große Zahl von Opfern zu treffen und es ihnen nicht auf bestimmte Personengruppen wie Politiker, Sportler oder Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens angekommen sei.

Die Bildkombo zeigt ein durch einen umherfliegenden Metallstift beschädigtes Auto (oben, l-r) und eine durch einen umherfliegenden Metallstift beschädigte Heckscheibe eines Autos, sowie einen in einem Zaun steckenden Splitter (unten, l-r) und einen weiteren Splitter auf dem Boden am Tatort des Anschlags in Dortmund. FOTO: dpa, mg vge

Der innenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion erinnerte zudem daran, dass es "bislang bei keinem Anschlag des IS ein Bekennerschreiben am Tatort" gegeben habe.

Am Mittag hatte NRW-Innenminister Ralf Jäger gesagt, dass die Sprengsätze hochprofessionell hergestellt worden seien.

 

(may-)
 
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