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Medienbericht: Arbeitslose Lehrer sollen Hartz-IV-Kinder betreuen

zuletzt aktualisiert: 17.07.2010 - 18:02

Berlin (RPO). Arbeitslose Lehrer sollen laut einem Pressebericht bei der Betreuung von Hartz-IV-Kindern helfen. Der Vorschlag gehe auf einen Vorstoß der Bundesagentur für Arbeit zurück. Das Arbeitsministerium dementierte unterdessen entsprechende Überlegungen.

Einen entsprechenden Vorschlag habe Heinrich Alt, Vorstandsmitglied der Bundesagentur für Arbeit (BA), bei einem Treffen mit Vertretern aus Ministerien für Soziales und Familie gemacht, wie der "Spiegel" am Samstag vorab berichtete. Danach sollen arbeitslose Musiker, Sportlehrer oder Sozialpädagogen dazu gebracht werden, ehrenamtlich mit Kindern zu arbeiten. Die Hartz-IV-Empfänger könnten dem Vorschlag zufolge zum Beispiel mit den Kindern Fußball spielen, Musikkurse anbieten oder Nachhilfe geben.

Hinter dem Vorstoß steckt dem Bericht zufolge die Frage, wie der Bund dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zu den Hartz-IV-Bezügen für Kinder gerecht werden könne, ohne den Bundeshaushalt allzu sehr zu strapazieren. Das Gericht hatte die Bundesregierung Anfang Februar aufgefordert, die Regelsätze für Kinder neu zu berechnen und mehr für deren Bildung zu tun.

Ein Sprecher des Bundessozialministeriums sagte dem Magazin, Alts Vorschlag werde derzeit, wie auch viele andere, im Ministerium diskutiert. Die Idee würde zum Plan von Ministerin Ursula von der Leyen (CDU) passen, Hartz-IV-Kindern kostenlose Sport- oder Nachhilfeangebote zu machen. Eine Erhöhung der Regelsätze lehnt von der Leyen ab.

Unterdessen wies ein Sprecher des Arbeitsministeriums den Bericht am Samstag zurück. Es gebe derzeit keine Pläne, arbeitslose Pädagogen zur Betreuung der Kinder von Hartz-IV-Empfängern einzusetzen. Solche Überlegungen würden nicht angestellt.

Quelle: AFP/ndi

 
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