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Drohender Personalmangel: Arbeitslose sollen Altenpfleger werden

zuletzt aktualisiert: 13.04.2010 - 15:44

Düsseldorf (RPO). Das Land geht wegen des drohenden Personalengpasses in der Altenpflege neue Wege bei der Ausbildung für diesen Beruf. Ein "Aktionsplan Altenpflege 2010" sieht vor, Arbeitslose zu staatlich geprüften Altenpflegern umzuschulen.

 Foto: ddp, ddp
Foto: ddp, ddp

Dazu sollen noch in diesem Jahr bis zu 1000 geförderte zusätzliche Ausbildungsplätze angeboten werden, wie Sozialminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Dienstag in Düsseldorf ankündigte. Der Aktionsplan entstand in Zusammenarbeit mit der Regionaldirektion NRW der Bundesanstalt für Arbeit und den kommunalen Trägern in der Altenpflege.

Der Aktionsplan sieht die Übernahme der Ausbildungs- und Fahrtkosten vor. Auch die Kosten für den Lebensunterhalt des Auszubildenden werden gezahlt. Insgesamt sind für den Aktionsplan laut Regionalagentur mehr als 20 Millionen Euro vorgesehen. Das Land beteiligt sich mit einem Fördervolumen von 1,1 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds. Arbeitsagenturen, ARGEn und kommunale Träger finanzieren die Ausbildung.

Land und Arbeitsagenturen gehen davon aus, dass die Zahl pflegebedürftiger Menschen in den nächsten Jahren deutlich zunehmen und damit auch der Bedarf an Altenpflegekräften steigen wird. "Auch für die Gesundheitswirtschaft gilt deshalb: Wer morgen qualifizierte Fachkräfte will, muss bereits heute in deren Ausbildung investieren", sagte Laumann.

Die SPD kritisierte die Aktion. Fraktionsvize Britta Altenkamp sprach vom "verzweifelten Versuch der Landesregierung, von ihrer bisherigen Tatenlosigkeit im Bereich der Altenpflegeausbildung abzulenken". In den vergangenen Jahren seien trotz erwarteten steigenden Bedarfs Ausbildungskapazitäten abgebaut worden. Doch würden im Jahr 2015 mindestens 30 000 Kräfte mehr in der stationären Krankenpflege sowie der Altenpflege und -hilfe benötigt.

Quelle: DDP/csr

 
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