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Medienbericht
Asylanträge werden deutlich schneller bearbeitet

Hintergrund: So läuft das Asylverfahren ab
Hintergrund: So läuft das Asylverfahren ab FOTO: dpa, ua fpt
Berlin. Die Asylanträge in Deutschland werden einem Zeitungsbericht zufolge inzwischen deutlich schneller bearbeitet. Statt 900 Entscheidungen pro Tag im ersten Halbjahr würden nun 2000 Entscheidungen täglich getroffen.

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) habe die durchschnittliche Bearbeitungszeit von 7,3 Monaten im zweiten Halbjahr 2014 auf 5,2 Monate im November 2015 verkürzt, berichtete "Bild" am Donnerstag. Statt 900 Entscheidungen pro Tag im ersten Halbjahr würden nun 2000 Entscheidungen täglich getroffen.

Mit Einführung des im Dezember vorgestellten Ankunftsnachweises für Migranten werde für das nächste Jahr mit einer weiteren Beschleunigung gerechnet. Die Zahl der Bamf-Mitarbeiter sei im vierten Quartal bereits um ein Drittel gestiegen. Sie soll 2016 von 3300 auf 7300 wachsen.

Bamf-Chef Frank-Jürgen Weise hatte allerdings kürzlich erklärt, dass die oberste Asylbehörde in Deutschland den Berg unerledigter Asylanträge trotz beschleunigter Bearbeitung wegen des Zustroms von Flüchtlingen frühestens 2016 langsam abtragen könne.

Die Behörde war in der Flüchtlingskrise wegen langer Bearbeitungszeiten in die Kritik geraten. Im September hatte der Chef der Bundesagentur für Arbeit (BA), Weise, zusätzlich auch die Bamf-Führung übernommen.

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(REU)