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Deutschland erlebt ein unheimliches Comeback. Die Kernkraftdebatte ist wieder da. Mit aller ideologischen Schärfe. Auch durch die deutsche Zeitungslandschaft geht ein Riss.
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Rheinische Post: "Die Kernenergie ist kein Schreckgespenst mehr. Dem inflationsgeplagten Bürger ist jedes Mittel recht, das die Energiepreise senken könnte. Sogar die Atomkraft."
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Sächsische Zeitung: "Klimakiller Kohle kommt als Lückenfüller nicht infrage. Deshalb brauchen wir beides: verstärkte Investitionen in saubere Energie und eine rationale Debatte über das Für und Wider von Atomenergie, an deren Ende auch ein verschobener Ausstieg stehen kann."
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Mannheimer Morgen: "Statt die gefährliche Sauriertechnik als zukunftsweisend schönzureden, sollte die Bundesregierung Sparen zur obersten Priorität erklären. (...) Der Bau der 30 Offshore-Windparks ist ein Schritt in die richtige Richtung."
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Financial Times: "Es ist die Wut der Verbraucher über zunehmende Energiekosten, nicht die Sorge ums Klima, die dazu führte, dass die Union das Thema als Wahlkampfschlager entdeckte und in der SPD einige ins Grübeln gekommen sind."
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Berliner Zeitung: "Atomkraft kann allenfalls der letzte Ausweg sein. Solange noch Autos zum Spaß umherflitzen, Flugreisen billig sind, Wäschetrockner schnurren, Uralt-Glühbirnen glühen, Raumtemperatur über das Fenster reguliert wird, Altbauten ihre Umgebung wärmen, erneuerbare Energien unterentwickelt sind, usw., gibt es in Deutschland keinen Grund zur atomaren Aufrüstung."
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Stuttgarter Zeitung: "Deutschland ist ein Industrieland, und das muss es auch bleiben. Der Preis für Energie muss für die Bürger und die Wirtschaft erschwinglich bleiben. An den Ölpreisen ist kaum etwas zu ändern. Umso mehr muss man die Alternativen zum Öl vorantreiben. Und die Atomenergie liefert nicht nur Strom, sondern auch Zeit."
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Weser-Kurier: "Woher aber soll die preiswerte Energie in Zukunft kommen? Ausgerechnet die so umstrittene Atomkraft böte den einfachsten Ausweg. Sie ist preiswert, klimafreundlich und im eigenen Land verfügbar. Eine perfide Ironie dieser nachgerade verhassten Technologie, wo die Deutschen doch so gerne Weltmeister wären in Sachen Klimaschutz und auch ihren Wohlstand ziemlich lieb gewonnen haben."
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Frankfurter Rundschau: "Wenn die Energiekonzerne - unterstützt von CDU und FDP - nun für längere Laufzeiten der längst abgeschriebenen Atommeiler plädieren, haben sie weniger die Umwelt im Blick als ihr eigenen Bilanzen."