Elitetruppe KSK: Auch Frauen kämpfen gegen den Terror
zuletzt aktualisiert: 20.05.2008 - 07:00Hannover (RPO). Das Kommando Spezialkräfte (KSK), Elitetruppe für den Anti-Terror-Kampf, wird in Zukunft voraussichtlich durch Frauen verstärkt. Das Verteidigungsministerium muss nach Angaben der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" nur noch über entsprechende Pläne abstimmen.
"Auch beim KSK sind Frauen mittlerweile unverzichtbar. Insbesondere bei Auslandseinsätzen sind wir auf weibliche Soldaten dringend angewiesen", sagte Heeresinspekteur Hans-Otto Budde. Die weiblichen Elite-Soldaten sollen nicht an vorderster Front bei den Kommandotrupps eingesetzt werden, sondern in die drei Unterstützungskompanien integriert werden.
Das in Calw im Schwarzwald stationierte KSK ist für geheime Einsätze aufgestellt und ausgebildet worden. Es soll Evakuierungen aus umkämpften Regionen ermöglichen, gefährdete Personen schützen, Terrorangriffe abwehren und empfindliche Ziele auf feindbesetztem Gebiet zerstören. Derzeit sind KSK-Soldaten auch zum Schutz der deutschen Feldlager in Afghanistan im Einsatz.
Weil der Dienst im KSK extrem hart ist und besondere Fitness erfordert, ist es dem Verband seit seiner Gründung Mitte der 90er Jahre nie gelungen, die geplante Sollstärke von gut 1000 Soldaten zu erreichen. Dieses Problem solle jetzt mit Hilfe rascherer Beförderungen und eines neuen Zulagensystems gelöst werden. Erhielten die Elite-Soldaten bisher eine monatliche Zulage von 500 Euro, so soll dieser Betrag dem Zeitungsbericht zufolge jetzt auf mehr als 900 Euro angehoben werden.
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