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Suche nach Endlagern
Bayern lehnt Atommüll-Lager auf eigenem Boden ab

Hintergrund: Die NRW-Atomanlagen
Hintergrund: Die NRW-Atomanlagen FOTO: dapd
Berlin. Der Freistaat stellt sich quer: Bayern sperrt sich einem Medienbericht zufolge als einziges in Frage kommendes Bundesland gegen die Suche nach einem Atommüll-Endlager auf seinem Territorium.

Das Land beruft sich demnach auf Erkenntnisse von Landesbehörden, wonach Standorte in Bayern ungeeignet seien. Andere Bundesländer reagierten darauf dem Bericht zufolge mit Unverständnis. "Nach vorliegenden Erkenntnissen des Bayerischen Landesamtes für Umwelt über den geologischen Untergrund sind Standorte in Bayern nicht geeignet für die Endlagerung", zitierte "Spiegel Online" das bayerische Umweltministerium. Hintergrund ist die ergebnisoffene bundesweite Suche nach einem Standort für ein Endlager für hochradioaktiven Atommüll, die derzeit vorbereitet wird.

"Nach Expertenmeinung gelten auch Standorte in Bayern für ein Endlager als möglicherweise geeignet", zitierte "Spiegel Online" aus einer Stellungnahme des saarländischen Umweltministeriums. Auch aus dem niedersächsischen Umweltressort hieß es demnach: "Bayern steht in der Verantwortung."

Die Endlagersuche soll auf Grundlage einer "weißen Landkarte", also ohne Vorfestlegungen erfolgen. Dazu sind laut "Spiegel Online" auch alle übrigen Bundesländer bereit, die aus wissenschaftlicher Sicht in Frage kommen. Dem Bericht zufolge haben Geologen auch in Bayern geeignete Gesteinsformationen identifiziert.

Die Empörung ist demnach auch deswegen in anderen Bundesländern besonders groß, weil gerade Bayern lange stark auf Atomkraft gesetzt hat. "Die Kraftwerke Bayerns haben eine erhebliche Menge zur Produktion von hochradioaktiven Abfällen beigetragen", hieß es laut "Spiegel Online" aus dem saarländischen Umweltministerium. Schon deswegen könne sich Bayern nicht aus der Standortsuche auf seinem Territorium ausklinken.

Die Endlagersuche soll nach den Plänen von Bund und Ländern bis 2031 abgeschlossen werden. Eine Inbetriebnahme wird jedoch kaum vor 2050 erwartet.

(AFP)
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