| 10.52 Uhr

Migration
Arbeitgeber fordern Begrenzung des Flüchtlingsstroms

BDA-Chef Ingo Kramer: Begrenzung des Zuzugs von Flüchtlingen
Ingo Kramer will den Flüchtlingszustrom begrenzen. FOTO: dpa, Tim Brakemeier
Berlin. Nun kommen auch warnende Worte vonseiten der Arbeitgeber: Die Arbeitgeberverbände in Deutschland fordern eine wirksame Begrenzung des Zuzugs von Flüchtlingen.

"Wir werden mit der Situation zurechtkommen, wenn dieser Andrang irgendwann abbricht oder sich zumindest abschwächt", sagte der Präsident der Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände (BDA), Ingo Kramer, der "Welt".
Eine Million Flüchtlinge sei "im Moment" zu viel. "Ich bin aber überzeugt, am Ende schaffen wir das, wenn wir die notwendigen Maßnahmen umsetzen."

Kramer forderte wörtlich: "Wir müssen uns jetzt auf die Menschen konzentrieren, die hierherkommen, weil sie um ihre Existenz und ihr Leben fürchten, und nicht um die, die ein besseres Leben wollen, und dafür das Asylrecht missbrauchen." Je besser es gelinge, Flüchtlinge in die deutsche Gesellschaft zu integrieren, "desto stärker ist unser Signal gegen den internationalen Terrorismus".

Eine generelle Aussetzung des Mindestlohns ausschließlich für Flüchtlinge lehnte der Arbeitgeber-Präsident ab: "Ich halte den gesetzlichen Mindestlohn für falsch, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass wir ihn für Flüchtlinge aussetzen und für Deutsche belassen." Dies würde zu einem "Verdrängungswettbewerb am Arbeitsmarkt" führen, so Kramer. "Dann haben wir Pegida nicht nur mehr in Dresden auf der Straße."

Liebe Leserinnen und Leser,
Ihre Meinung zu RP Online ist uns wichtig. Anders als sonst bei uns üblich gibt es allerdings an dieser Stelle keine Möglichkeit, Kommentare zu hinterlassen. Zu unserer Berichterstattung über die Flüchtlingskrise haben wir zuletzt derart viele beleidigende und zum Teil aggressive Einsendungen bekommen, dass eine konstruktive Diskussion kaum noch möglich ist. Wir haben die Kommentar-Funktion bei diesen Themen daher vorübergehend abgeschaltet. Selbstverständlich können Sie uns trotzdem Ihre Meinung sagen – per Facebook oder per E-Mail.

(felt/KNA)
Diskussion
Das Kommentarforum zu diesem Artikel ist geschlossen.