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Für Kapitalbeteiligung der Arbeitnehmer: Beck schlägt "Deutschlandfonds" vor

zuletzt aktualisiert: 26.06.2007 - 12:09

Berlin (RPO). Der SPD-Vorsitzende Kurt Beck hat ein umfassendes Konzept für die Beteiligung der Beschäftigten am Kapital der Wirtschaft vorgelegt. "Ich schlage einen Deutschlandfonds für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vor, in den die Arbeitnehmer einzahlen und der sich dann an ihren Unternehmen beteiligt."

Das sagte Beck dem Hamburger Magazin "Stern". Die indirekte Beteiligung über den Fonds hätte aus Sicht des SPD-Chefs den Vorteil, dass die Beschäftigten vor dem Risiko von Pleiten geschützt würden. "Wenn der Deutschlandfonds Beteiligungen beispielsweise an 1.000 Firmen besitzt, bricht er nicht zusammen, wenn mal zwei insolvent werden", sagte Beck. Die schon bestehenden direkten Firmenbeteiligungen von Arbeitnehmern sollten aber erhalten bleiben und weiter vom Staat gefördert werden.

Beck schlug ein professionelles Management für einen solchen "Deutschlandfonds" vor: "Wir wollen ihn ausschreiben", sagte der SPD-Vorsitzende. "Das könnten private Banken machen, aber auch die Kreditanstalt für Wiederaufbau." Die Fondsanteile sollten frei handelbar sein, laut Beck soll es keine allzu langen Bindefristen geben.

Die Beteiligung am Fonds könne Teil von Tarifverträgen sein, sofern Gewerkschaften und Arbeitgeber das wollten, sagte Beck. Auch die Beschäftigten von öffentlichen Unternehmen sollten sich über den Fonds an ihren Firmen beteiligen können.

Der SPD-Vorsitzende kündigte an, das SPD-Modell im August bei einem Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel zum Thema zu machen. "Ich werde vorschlagen, dass wir uns das für die zweite Hälfte der Legislaturperiode vornehmen", sagte Beck.

Neben der SPD arbeitet zurzeit auch die Union an einem Modell für die Beteiligung von Mitarbeitern am Firmenvermögen. SPD-Generalsekretär Hubertus Heil hatte am Montag angekündigt, mit Vorschlägen aus beiden Parteien sei in absehbarer Zeit zu rechnen. Diese sollten dann abgeglichen werden.

Der Plan der SPD reicht dem "Stern"-Bericht zufolge aber weit über die Vorschläge der CDU zur Kapitalbeteiligung der Arbeitnehmer hinaus. Die Union wolle nur direkte Firmenbeteiligungen stärker fördern als bisher. Die FDP wiederum lehne eine Sicherung von Arbeitnehmerbeteiligungen vor Konkursen rundweg ab.

Quelle: ap

 
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