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Pläne für Rundfunkkommission: Beck will ARD und ZDF werbefrei machen

zuletzt aktualisiert: 14.03.2010 - 19:12

München (RPO). Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident und Vorsitzende der Rundfunkkommission der Länder, Kurt Beck (SPD), schmiedet angeblich weitreichende Pläne für eine Reform des öffentlich-rechtlichen Fersehens: Es soll nach und nach komplett werbefrei werden.

Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) will schnell handeln. Foto: AP, AP

Hierfür habe Beck einen neuen Fahrplan vorgelegt, berichtete der Branchendienst "Kontakter" am Sonntag vorab. Dem Bericht zufolge gibt es in den Ländern der Rundfunkkommission einen Konsens darüber, dass Sponsoring nach 20 Uhr und an Sonn- und Feiertagen ab 2013 aus den öffentlich-rechtlichen Sendern verbannt wird. Ausnahme sollen große Sportveranstaltungen sein. Danach könnte nach dem Vorschlag von Beck die Werbung in zwei Stufen völlig aus dem Ersten und dem ZDF verschwinden.

Demnach könnte eine Halbierung der Werbezeiten 2015 mit dem Zwischenbericht der Gebührenkommission KEF zur nächsten Finanzierungsrunde bei ARD und ZDF anstehen, schreibt der "Kontakter" weiter. Die komplette Abschaffung der Werbung stünde 2017 mit der übernächsten Gebührenperiode an. Zum Ausgleich sollen laut dem Bericht die Rundfunkgebühren angehoben werden, aber nicht über die "kritische Grenze" von 20 Euro pro Monat. Der Vorsitzende der SPD-Medienkommission, Marc Jan Eumann, bestätigte laut "Kontakter" die Überlegungen Becks.

Der Sprecher der Organisation Werbungtreibende im Markenverband (OWM), Joachim Schütz, forderte, Werbung und Sponsoring bei ARD und ZDF müssten erhalten bleiben. Die Unternehmen fänden in deren qualitativen Umfeldern hochwertige Zielgruppen.

Quelle: DDP/pst

 
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