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CSU-Generalsekretärin: Becks Abtritt ist nur noch Frage der Zeit

zuletzt aktualisiert: 15.06.2008 - 08:21

Frankfurt/Main (RPO). Harmonie in der Großen Koalition? Fehlanzeige. Diesmal ist es CSU-Generalsekretärin Christine Haderthauer, die den Koalitionspartner SPD attackiert. In einem Interview wirft sie der SPD vor, im Chaos zu versinken. "Die Frage ist doch nicht mehr ob, sondern nur noch wann Beck abtritt," sagte Haderthauer.

Die Nominierung Gesine Schwans als Bundespräsidenten-Kandidatin komme einer Demontage des Parteivorsitzenden gleich. "Beck wollte Köhler unterstützen und wurde von den Linken überrumpelt", sagte Haderthauer. Durch die SPD geht nicht nur ein Riss, sie ist in viele einzelne Flügel gespalten."

Die Zusammenarbeit in der Großen Koalition sei "durch das Chaos in der SPD schwieriger geworden". Merkel habe zu Recht darauf hingewiesen, dass man nicht wisse, wer derzeit in der SPD das Sagen habe. CDU und CSU seien der stabile Pfeiler der Großen Koalition. "Während die SPD im Chaos versinkt und nur noch mit sich selbst beschäftigt ist, arbeiten wir entschlossen weiter für Deutschland", fuhr sie fort.

Trotz dieser schwierigen Situation halte die CSU aber an der Großen Koalition fest. "Wir sind vertragstreu und erfüllen den Wählerauftrag bis zum Jahr 2009", hob die CSU-Politikerin hervor.

Angesichts des Unions-internen Streits um die Pendlerpauschale betonte Haderthauer dass es einhohes Maß an Gemeinsamkeit innerhalb der Union gebe. Dennoch hält sie entgegen dem Widerstand der  Bundeskanzlerin an der CSU-Forderung nach Wiedereinführung der Pendlerpauschale in voller Höhe fest.

"Wir halten an unserer Forderung fest, die alte Pendlerpauschale zum 1. Januar 2009 wieder einzuführen - und zwar unabhängig vom Urteil des Bundesverfassungsgerichts", sagte sie. Das sei die politische Antwort der CSU auf den enormen Anstieg der Benzinpreise. Die Menschen in Bayern erwarteten zu Recht, dass die CSU in dieser Frage standhaft bleibe. Das Land habe auch eine Bundesratsinitiative für die Pendlerpauschale gestartet. "Die Unterstützung für unsere Forderung wächst - auch in der CDU", fügte die CSU-Generalsekretärin hinzu.

Quelle: ap

 
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