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Münchner U-Bahn-Schläger möchte heiraten: Beckstein will Serkan A. trotz Hochzeit ausweisen

zuletzt aktualisiert: 15.09.2008 - 18:31

München (RPO). Bayerns Ministerpräsident Günther Beckstein will den Münchner U-Bahnschläger Serkan A. offenbar unter allen Umständen ausweisen. Der derzeit Inhaftierte 21-Jährige will seine deutschen Freundin Natascha heiraten. So könnte er der drohenden Abschiebung entgehen. 

"Ich bin überzeugt, dass auch nach der Eheschließung die Ausweisung möglich ist", sagte Beckstein am Montag dem "RTL Nachtjournal". Jedenfalls werde Bayern ausloten, "ob es möglich ist, so jemanden trotz aller möglichen Tricks auch aus dem Land zu bringen". Bayern sei weltoffen, lasse sich aber "nicht auf der Nase herumtanzen".

Ausländern, die in Deutschland viele Jahre "fleißig gearbeitet" hätten und sich an die Gesetze hielten, stünden alle Sozialleistungen zu, sagte Beckstein. Aber wer wie Serkan A. einen Mann niederschlage, habe "in diesem Land nichts zu suchen, der gehört bestraft und ausgewiesen".

Mehrere Medien hatten vergangene Woche berichtet, A. wolle in Untersuchungshaft seine Freundin, mit der er ein Kind hat, heiraten. Sein Anwalt Florian Wurtinger verspreche sich davon deutlich erhöhten Abschiebeschutz.

Das Landgericht München hatte den 21 Jahre alten Türken Serkan A. im Juli wegen versuchten Mordes zu zwölf Jahren und den 18-jährigen Griechen Sypridon L. zu achteinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Die beiden hatten am 20. Dezember vergangenen Jahres einen 76-jährigen Mann in einem Münchner U-Bahnhof fast zu Tode geprügelt. Die Tat löste eine bundesweite Debatte über den Umgang mit jugendlichen Straftätern sowie kriminellen Ausländern aus.

Quelle: afp2

 
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