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Totenmesse für Altkanzler
Priester wünscht Kohls zerstrittener Familie Versöhnung

Totenmesse für Helmut Kohl in Berlin
Totenmesse für Helmut Kohl in Berlin FOTO: afp
Berlin. Bundetagsabgeordnete haben am Dienstagmorgen in einer Totenmesse Abschied vom Verstorbenen Alt-Kanzler Helmut Kohl genommen. Der Geistliche wünschte der zerstrittenen Familie Kohl dabei Versöhnung.

"Wir wünschen uns allen, dass sie untereinander Versöhnung und Frieden erfahren", sagte Prälat Karl Jüsten in seiner Predigt am Dienstagmorgen. Die Verwandten von Helmut Kohl hätten ein unterschiedliches Bild vom Altkanzler. Außenstehende sollten sich aber bei einer Bewertung der Umstände zurückhalten.

Fotos: Bestatter tragen Sarg aus Helmut Kohls Haus FOTO: dpa, tfr gfh

Die Unionsfraktion im Bundestag hatte zu der Totenmesse in der St. Hedwigs-Kathedrale eingeladen. Neben Kanzlerin Angela Merkel (CDU), Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) und zahlreichen Kabinettsmitgliedern nahm auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (SPD) teil. Die Messe war nach Angaben der Fraktion mit Kohls Witwe, Maike Kohl-Richter, abgestimmt.

Kohl, der 16 Jahre Kanzler und 25 Jahre CDU-Vorsitzender war, war am 16. Juni mit 87 Jahren gestorben. Zur Würdigung seiner politischen Verdienste ist am 1. Juli ein europäischer Trauerakt im EU-Parlament in Straßburg geplant. Beigesetzt werden soll er in Speyer.

Helmut Kohl – Stationen seines Weges FOTO: AP

Die Vorbereitungen der Trauerzeremonien werden überschattet von heftigen Streitigkeiten zwischen der Witwe Maike Kohl-Richter und Kohls Sohn Walter. Ihr Verhältnis gilt seit langem als angespannt.

(chr/dpa)
 
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