kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
merkel über allen panorama ddp
  Foto: ddp
Kommentare ()

Merkel über allen: Wie Schwarz und Gelb verhandeln

VON GREGOR MAYNTZ - zuletzt aktualisiert: 30.09.2009 - 12:17

Berlin (RP). Für das Tauziehen um den Koalitionsvertrag zeichnet sich ein "7+7+7+1"-Modell ab: Danach verhandeln CDU, CSU und FDP auf gleicher Augenhöhe miteinander. Angela Merkel bekommt als "Kanzlerin aller Deutschen" eine Sonderposition. Die Besetzung der Verhandlungs-Delegationen steht weitgehend fest. Es gilt drei Schlüsselressorts zu verteilen.

Als Angela Merkel am Dienstag in der Unionsfraktion einen ersten Blick auf die Koalitionsverhandlungen mit der FDP warf, die am Montag beginnen werden, da war ihr klar, dass das "keine Gemütlichkeitsveranstaltung" werde. CSU-Chef Horst Seehofer sekundierte zwar umgehend, er werde die Koalitionsverhandlungen "friedfertig" begleiten. Aber "pflegeleicht" sei auch die CSU noch nie gewesen.

Kaum hatte Merkel nämlich davon gesprochen, dass hier Union und FDP über Inhalte, Struktur und Personal der neuen Regierungspolitik verhandelten, ergänzte Horst Seehofer, dass es zwar ein Gegenüber von Union und FDP geben werde, dass es aber eindeutig um Verhandlungen zwischen "drei Parteien" gehen werde, und zwar von "drei gleichberechtigten Partnern".

Info

Die wichtigsten Termine

5. Oktober Erste Koalitionsgespräche

20. Oktober Zwischenbilanz in Fraktionssitzungen

vor 9. November Vereidigung der Regierung

7+7+7+1 statt 8+4+2

Damit war das zunächst angedachte "8+4+2"-Modell nach wenigen Stunden vom Tisch. Das hatte sich an den neuen Stärkeverhältnissen orientiert und in der Hauptrunde der Koalitionsverhandlungen der CDU acht Sitze, der FDP vier und der CSU zwei Sitze zugestehen wollen.

Stattdessen war nur noch von einem "7+7+7+1"-Modell die Rede, das letztlich noch um einen Sitz nach oben oder unten verändert werden könne, aber am Prinzip der dreifachen Augenhöhe orientiert sei: CDU und CSU und FDP bekommen jeweils sieben Unterhändler, und Angela Merkel steht als "Kanzlerin aller Deutschen" über den drei Partei-Abordnungen.

Für die CDU werden dann die Vize-Vorsitzenden Roland Koch, Christian Wulff, Jürgen Rüttgers und Annette Schavan, Fraktionschef Volker Kauder, Generalsekretär Ronald Pofalla und Kanzleramtschef Thomas de Maizière ins Rennen gehen.

CSU diskutiert noch

Für die CSU stehen bislang Parteichef Horst Seehofer, Landesgruppenchef Peter Ramsauer, Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg und Generalsekretär Alexander Dobrindt fest. Sehr wahrscheinlich wird auch die Expertise des bayerischen Finanzministers Georg Fahrenschon unentbehrlich sein. Noch nicht ganz klar war, ob außerdem noch Verbraucherministerin Ilse Aigner oder Bayerns Umweltminister Markus Söder oder Generalsekretär-Vize Dorothee Bär in den Kreis aufgenommen werden.

Für die FDP ist bislang nur Partei- und Fraktionschef Guido Westerwelle gesetzt. Denkbar sind die drei FDP-Vize Rainer Brüderle, Andreas Pinkwart und Cornelia Pieper. Erwartet wird das Mitwirken von Generalsekretär Dirk Niebel. Koalitionserfahren sind darüber hinaus Sabine Leutheusser-Schnarrenberger aus Bayern und Philipp Rösler aus Niedersachsen, aber auch Fraktionsvize Birgit Homburger aus Baden-Württemberg. Möglich zudem: Finanzexperte Hermann Otto Solms. Die Personalien für die Koalitionsverhandlungen sollen morgen festgezurrt werden.

Erst Inhalte, dann Ministerien

Die anderen zeichnen sich erst in Konturen ab. Für die Detailverhandlungen soll es deutlich weniger Arbeitsgruppen geben als unter Schwarz-Rot.

Und was die künftige Regierung anbelangt, werden die Ministerien erst angepackt, wenn die Inhalte geklärt sind. Aber auch hier soll es drei wichtige Ministerien geben und jeder der drei Partner eines bekommen: die Finanzen als Schlüsselressort, ein um Energie und weitere Bereiche aufgewertetes Wirtschaftsministerium und ein um gesellschaftliche Belange gestärktes Arbeitsministerium. Diese könnten dann zum Beispiel Solms für die FDP, zu Guttenberg für die CSU und Pofalla für die CDU übernehmen.

Als erstes will Merkel ab Montag den Haushalt ansprechen, einige "leichte" Themen wie Steuern und Investitionen folgen lassen und sich dann den Streitthemen zuwenden: Gesundheit, Bürgerrechte, Arbeitsmarkt. Am 20. Oktober soll bereits in Fraktionssondersitzungen Zwischenbilanz gezogen werden, die neue Regierung vor dem 9. November vereidigt und im Amt sein.

Quelle: RP

 
 
weitere Artikel
 
Links zu diesem Artikel
 

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
USA weiter gegen militärisches Eingreifen

Möglicher Militäreinsatz in Syrien

USA weiter gegen militärisches Eingreifen

Nach dem jüngsten Massaker in Syrien ist in der internationalen Gemeinschaft eine Debatte über einen möglichen Militäreinsatz entbrannt. mehr 

Wie die Politik den Fußball verändern will

Innenminister tagen

Wie die Politik den Fußball verändern will

Die Gewalt in und um Fußballstadien beschäftigt die Innenminister. Auf ihrer Tagung in Mecklenburg-Vorpommern wollen sie beraten, wie sich R ... mehr 

Mehr Politik
Aus der Region

Möglicher Militäreinsatz in Syrien

USA weiter gegen militärisches Eingreifen

Betreuungsgeld für Eltern

Was in Schröders Gesetzentwurf steht

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

V.I.P Duisburg:"Der Checker" - von Vivien Daberkow

Sie kennen es mittlerweile alle. Casting-Shows gibt es noch und nöcher. Die Teilnehmer überschwemmen in der Hoffnung auf den ganz ... mehr 

Innenminister tagen

Wie die Politik den Fußball verändern will

Die Gewalt in und um Fußballstadien beschäftigt die Innenminister. Auf ihrer Tagung in Mecklenburg-Vorpommern wollen sie beraten, wie sich Randale verhindern lassen. Das Aus für Stehplätze, Gesichtsscanner beim Einlass, personalisierte Tickets - der ... Von Philipp Stempel  mehr

 

Betreuungsgeld für Eltern

Was in Schröders Gesetzentwurf steht

 
 

Bildungsministerin unter Druck

Neue Plagiatsvorwürfe gegen Schavan

 

Zukunft des umstrittenen Kohlekraftwerks

Rot-Grün sucht Datteln-Kompromiss

 

Bundespräsident auf Staatsbesuch

Joachim Gauck – Israels kritischer Freund

Top-Services