| 19.29 Uhr

Eklat im Zug
FC-Fans wollten offenbar AfD-Chef Lucke vertreiben

Fotos: Bernd Lucke – Familienvater, Professor, Ex-AfD-Gesicht
Fotos: Bernd Lucke – Familienvater, Professor, Ex-AfD-Gesicht FOTO: dpa, pse jak
Köln. Fans des Fußball-Bundesligisten 1. FC Köln wollten am Samstag offenbar ein Zeichen setzen und haben damit nach Informationen des Kölner Express für einen Eklat gesorgt. Im Bordbistro des ICE nach dem Auswärtsspiel bei Hertha BSC erkannten Fans den AfD-Chef Bernd Lucke und forderten diesen mit den Worten "Wir wollen keine Nazis hier" auf, den Zug zu verlassen.

Lucke, der mit seiner Frau im Bistrowagen saß, wies die Neonazivorwürfe laut AfD-Sprecher Christian Lüth zurück. Ein Zugbegleiter, der versucht hatte, den Streit zu schlichten, alarmierte schließlich die Bundespolizei.

Daraufhin seien Beamte in Hamm in den Zug gestiegen, sagte am Sonntag ein Sprecher in St. Augustin. Im Bistrowagen hätten sie den Zugbegleiter und zwei Kölner Fans angetroffen. Lucke hatte das Bahnrestaurant mit seiner Frau verlassen. Hinweise auf eine Straftat habe es nicht gegeben, erklärte die Bundespolizei. Es liege auch keine Anzeige vor.

Das bestätigte auch Lüth. Lucke habe keine Anzeige gestellt. In Wuppertal sei das Ehepaar Lucke regulär ausgestiegen. Er habe dort Termine gehabt, so Lüth.

(sid, dpa)
 
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