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Gregor Gysi im Interview zur Bankenkrise: "Besser zur Sparkasse gehen"

zuletzt aktualisiert: 18.10.2011 - 07:19

Düsseldorf (RPO). Der Fraktionschef der Linken im Bundestag, Gregor Gysi, rät im Interview mit unserer Redaktion den Deutschen in Zeiten der Finanz- und Bankenkrise ihr Geld nicht länger den Großbanken zu überlassen. 

Was steckt aus Ihrer Sicht hinter den massiven öffentlichen Protesten gegen die Banken?

Gysi Nach der ersten Bankenrettung, die die Steuerzahler in Deutschland bis jetzt fast 40 Milliarden Euro gekostet hat, haben die Banken mit der Zockerei einfach weitergemacht. Auf der anderen Seite stehen Sozialabbau, Lohnkürzungen und Stellenstreichungen. Die Zahl der Millionäre steigt wie die der Armen. Deshalb regt sich nun vollkommen berechtigter Protest.

Was können die Bürger tun, außer zu protestieren?

Gysi Die Bürgerinnen und Bürger und die Realwirtschaft können auch noch auf ganz andere Weise deutlich machen, dass sie keine Zockerbanken, sondern vernünftige Kreditinstitute wollen. Man kann, ja man sollte sein Geld gerade heute von Sparkassen und Genossenschaftsbanken verwalten lassen.

Niemand ist gezwungen, den Großbanken mit seinem Geld auf deren Konten eine Grundlage für das Finanz-Roulette zu liefern. Das wäre dann der Beginn eines Trennbankensystems von unten.

Eva Quadbeck stellte die Fragen

Quelle: RP

 
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