Sitzung der Kultusminister in Bonn: Bildungsstandards statt Zentralabitur?
zuletzt aktualisiert: 17.10.2007 - 10:48Baden-Baden (RPO). Die Kultusminister der Länder werden auf ihrer Sitzung in Bonn wohl kein bundesweites Zentralabitur auf den Weg bringen. Die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Doris Ahnen (SPD) zeigte sich vor Beginn der Sitzung der Kultusministerkonferenz (KMK) in Bonn überzeugt, dass stattdessen einheitliche Bildungsstandards festgelegt würden.
Sie sehe nicht, dass ein bundesweites Zentralabitur "ein Beitrag zur Qualitätssteigerung im Schulsystem" sei, sagte Ahnen im SWR. Für die Vergleichbarkeit der Abschlüsse seien vielmehr Bildungsstandards "notwendig".
Es sei vernünftig zu definieren, was Schüler zu einem bestimmten Zeitpunkt können sollten, sagte Ahnen weiter. Aber das heiße noch längst nicht, dass auch die gleichen Aufgaben gestellt werden müssten. Sie verwies zudem auf organisatorische Probleme bei der Einführung eines Zentralabiturs wie unterschiedliche Ferientermine.
Bildungsstandards gibt es bereits für bestimmte Fächer zum Abschluss der Grundschule, zum Hauptschulabschluss und für den mittleren Schulabschluss nach der zehnten Klasse. Auf der Tagesordnung der KMK in Bonn, die am Donnerstag endet, stehen nun Beratungen über solche Standards für die Abiturprüfung.
Die Diskussion über ein bundesweites Zentralabitur war von Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) angestoßen worden. Diese Forderung ist unter den Ländern umstritten. Allerdings gibt es bereits in fast allen Bundesländern einheitliche Abschlussprüfungen.
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