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Guido Westerwelle, Birgit Homburger
  Foto: AP, AP
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Landeschefin ist neue Fraktionschefin: Birgit Homburger ist die starke Frau der FDP

zuletzt aktualisiert: 26.10.2009 - 14:49

Berlin (RPO). Die Vorsitzende eines einflussreichen FDP-Landesverbandes steht seit Montag an der Spitze der liberalen Bundestagsfraktion. Die 44-jährige Birgit Homburger führt seit 2004 die baden-württembergische FDP, einen Namen hat sie sich zudem als Verteidigungsexpertin im Bundestag gemacht.

Im neuen Amt als Fraktionschefin muss sie das Kunststück vollbringen, in der schwarz-gelben Koalition liberales Profil zu zeigen und gleichzeitig der Regierung die Mehrheit zu sichern. Die am 11. April 1965 in Singen geborene Verwaltungswissenschaftlerin trat 1982 in die FDP ein und wurde 1990 Vorsitzende der jungen Liberalen.

Im gleichen Jahr schaffte sie mit gerade 25 Jahren erstmals den Einzug in den Bundestag, dem sie seither angehört. 2002 wurde sie stellvertretende Fraktionsvorsitzende, ab 2005 war sie in dieser Funktion auch Sprecherin für Sicherheitspolitik und Bürokratieabbau. Zuvor hatte sie sich vor allem um die Umweltpolitik gekümmert.

Die Außen- und Verteidigungspolitik war auch ihr Bereich bei den Verhandlungen zur Bildung der schwarz-gelben Koalition in den vergangenen Wochen. In der Verteidigungspolitik hat sich die FDP zwar stets zum Bundeswehr-Einsatz in Afghanistan bekannt, trotzdem scheute Homburger nie ein offenes Wort: So kritisierte sie erst vor wenigen Wochen mit deutlichen Worten die Informationspolitik von Verteidigungsminister Franz Josef Jung, nach dem von Deutschland angeforderten Luftangriff in Afghanistan, bei dem offenbar auch Zivilisten ums Leben kamen.

Fleißig und umtriebig war Homburger bei ihrer bisherigen Arbeit in Parlament und Fraktion - und die dankte ihr es am Montag mit einem guten Ergebnis bei ihrer Wahl zur Fraktionschefin. 93,25 Prozent der Stimmen erhielt sie, das gibt ihr Rückenwind für die bevorstehenden Aufgaben.

Wie Homburgers Rolle in der neuen schwarz-gelben Koalition aussehen wird, zeichnet sich schon ab: Beim derzeitigen Gesundheitsystem seien Änderungen "ganz klar vereinbart", konterte sie am Montag Äußerungen aus der Union, die sich gegen die FDP-Vorstellungen zur Abkehr vom Gesundheitsfonds wandten. Dieser könne "so nicht bleiben". Die Differenzen zwischen Union und FDP in manchen Sachfragen machen deutlich, dass die Arbeit für Homburger und den Rest der FDP nicht leicht werden wird.

Quelle: AFP/tim

 
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