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Bundeswahlleiter: Bis 16 Uhr leicht höhere Wahlbeteiligung als 2002

zuletzt aktualisiert: 18.09.2005 - 17:36

Wiesbaden (rpo). Bei der Bundestagswahl ist am Sonntag in Berlin eine rege Wahlbeteiligung registriert worden. Die Wahlbeteiligung lag um 16.00 Uhr bei 65,1 Prozent und damit 0,2 Prozentpunkte höher als 2002, wie der Landeswahlleiter sagte. Die höchste Wahlbeteiligung wurde aus dem Wahlkreis 80 Steglitz-Zehlendorf gemeldet (70,8 Prozent), die niedrigste aus dem Wahlkreis 76 Mitte mit 61,1 Prozent.

Zu einer Panne war es am Vormittag in einem Berliner Wahllokal in Prenzlauer Berg gekommen. Im Wahllokal in der Heinrich-Roller-Straße (Wahlbezirk 287) waren zunächst falsche Stimmzettel benutzt worden, wie Bernd Knop, Mitarbeiter des Landeswahlleiters, sagte. Dort wurden Stimmzettel mit den Direktkandidaten für den Wahlkreis Pankow verteilt. Die Heinrich-Roller-Straße gehört aber zum östlichen Teil von Prenzlauer Berg und der wiederum zum Wahlkreis Friedrichshain-Kreuzberg.

Auf den Irrtum hatte ein Bürger aufmerksam gemacht, wie Knop sagte. Daraufhin sei das betroffene Wahllokal sofort mit den richtigen Stimmzetteln versorgt worden. Nach Schätzungen Knops handele es sich etwa um 40 bis 50 falsche Stimmzettel. Eine solch geringe Anzahl sei "in der Regel nicht wahlrechtsrelevant".

In den 2582 Wahllokalen können die rund 2,44 Millionen wahlberechtigten Berliner noch bis 18.00 Uhr ihre Stimme abgeben. Rund 18 Prozent der Berliner hatten Briefwahlunterlagen angefordert. Um die zwölf Direktmandate kämpfen 106 Kandidaten, unter ihnen sieben Einzelbewerber. Vor drei Jahren waren insgesamt 98 Bewerber in den zwölf Wahlkreisen angetreten. Mit ihrer Zweitstimme können sich die Berliner für eine von 14 mit einer Landesliste antretenden Parteien entscheiden. 2002 hatten in Berlin 15 Parteien um die Gunst der Wähler geworben. Eine erste Hochrechnung des Wahlausgangs in Berlin wird gegen 19.30 Uhr erwartet.

Quelle: afp

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