"Kindermord des Herodes": Bischof Mixa will Abtreibungsgesetz verschärfen
zuletzt aktualisiert: 25.12.2006 - 08:10Augsburg (RPO). In seiner Weihnachtsbotschaft hat sich Augsburgs Bischof Walter Mixa für eine Verschärfung des Abtreibungsgesetzes stark gemacht. Der "Kindermord des Herodes" sei inzwischen eine "tägliche, schaurige Normalität in unserer Gegenwart", klagte der Geistliche. Die straflose Tötung ungeborener Kinder mache "unsere Rechtsordnung zu einer Unrechtsordnung", die als "moralische Hypothek auf unserem Volk lastet".
Der Bischof rief alle Christen dazu auf, sich persönlich wie im politischen Leben aktiv für den Schutz ungeborener Kinder und eine Änderung des Abtreibungsrechts einzusetzen. "Jeder Verantwortliche in Regierung und Parlament, der nicht für den uneingeschränkten Schutz des Lebens eintritt, muss wissen, dass er nicht länger auf die Unterstützung von Christen bauen kann", sagte Mixa, der auch der katholische Militärbischof ist.
Zugleich rief er zur großzügigen Hilfe für Familien auf. "Wer sein Herz, sein Haus oder seinen Geldbeutel gegenüber Müttern und Kindern in Not verschließt, der muss sich im Klaren sein, dass er Jesus Christus selbst an seiner Tür und an seinem Herzen abweist", sagte der Bischof in Anspielung auf die vergebliche Herbergssuche der Heiligen Familie in Bethlehem.
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