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Länder wollen Bußgeld erhöhen
Blockieren von Rettungsgasse könnte bald mehr kosten

Blockieren von Rettungsgasse könnte bald mehr kosten
Blockierte Rettungsgasse auf einer Autobahn (Symbolbild). FOTO: dpa, lof
Saarbrücken. Immer wieder wird in Staus die Rettungsgasse nicht gebildet. Manche Autofahrer blockieren sie sogar mutwillig. Die Bundesländer fordern nun laut einem Medienbericht satte Strafen.

Autofahrer, die eine Rettungsgasse blockieren, sollen stärker zur Kasse gebeten werden als bislang von Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) geplant. Wie die "Saarbrücker Zeitung" berichtet, fordern die Bundesländer, dass die Strafzahlung von derzeit 20 Euro auf 105 Euro erhöht wird, wenn Verkehrsteilnehmer in einem Notfall keine Rettungsgasse bilden. Je nach Schwere der Verfehlung solle das Bußgeld dann gestaffelt bis auf 165 Euro steigen.

Dobrindts Pläne sehen lediglich 55 Euro bis maximal 115 Euro vor. Das höchste Bußgeld soll demnach fällig werden, wenn keine Rettungsgasse gebildet wurde und es deshalb im Zuge der Rettung zu einer Sachbeschädigung kommen sollte. Die Gefährdung eines Feuerwehrmannes oder Verletzten soll mit 95 Euro zu Buche schlagen.

Das sei "viel zu niedrig", heißt es nach Informationen der Zeitung in einer Beschlussempfehlung der zuständigen Bundesrats-Ausschüsse für die Sitzung der Länderkammer am kommenden Freitag. Es sei "die Chance verpasst" worden, durch "eine drastischere Erhöhung der Regelsätze" ein deutliches Signal zu setzen.

Rettungsgassen werden immer öfter nicht rechtzeitig oder korrekt gebildet, wodurch Einsatzkräfte massiv behindert werden. So mussten Rettungskräfte im Februar nach einem Unfall auf der A7 bei Kassel zwei Kilometer zu Fuß laufen, um die Unfallstelle zu erreichen. Im April nutzte ein Autofahrer auf der A71 in Thüringen die Rettungsgasse als Geisterfahrer, um die nächste Ausfahrt zu erreichen

(oko/dpa)
 
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