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Streit um Entwicklungshilfe: Bob Geldof attackiert Minister Niebel

zuletzt aktualisiert: 11.11.2009 - 07:22

Berlin (RPO). Der Popsänger und Unterstützer der Lobbyorganisation ONE, Bob Geldof, hat die von der neuen Bundesregierung geplante Entwicklungshilfe als unzureichend kritisiert.

Bob Geldof hält den deutschen Einsatz nicht für ausreichend.  Foto: ddp
Bob Geldof hält den deutschen Einsatz nicht für ausreichend. Foto: ddp

Der neue Minister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dirk Niebel (FDP), wolle in der kommenden Woche einen Etat auf dem Niveau des Etats der Vorgängerregierung beantragen, sagte Geldof der Tageszeitung "Die Welt" (Mittwochausgabe). Niebel hatte den Sänger am Montag zu einem knapp einstündigen Gespräch empfangen.

Geldof sagte, dieses Budget reiche aus seiner Sicht nicht aus, um den deutschen Zusagen nachzukommen. Somit herrsche "dieselbe Uneinigkeit, wie vor der Wahl."

Die Pläne Niebels, die Hilfsmittel für China zu streichen, bewertete der irische Musiker hingegen positiv: "Wenn das Geld umgeleitet wird, sage ich persönlich: Richtig, Afrika benötigt die Hilfe am dringendsten. 70 Millionen Euro fallen für eine Wirtschaftsmacht wie China auch kaum ins Gewicht. In Afrika hingegen kann solch ein Betrag substanziell helfen."

Geldof fügte hinzu, am besten aber wäre, wenn die neue Regierung deutsche Gelder aus dem EU-Agrartopf zöge. "Die EU-Agrarpolitik macht in Afrika Märkte kaputt und verzerrt den Wettbewerb. Das steht im Widerspruch zur CDU- und FDP-Philosophie."

Der irische Musiker zeigte sich ferner erfreut darüber, das der Bundesminister Klimaschutz und Armutsbekämpfung nicht gegeneinander aufrechnen wolle: "Glücklicherweise hat Niebel deutlich gesagt, dass er sich für gesonderte Gelder für den Klimaschutz einsetzen will.

Das ist wichtig, denn die Folgen des Klimawandels bedeuten zusätzliche Lasten für die Ärmsten," sagte Geldof.

Quelle: DDP/csi

 
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