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Streit wegen Böhmermann
Erdogan geht weiter gegen Springer-Chef Döpfner vor

Böhmermann-Streit: Erdogan geht weiter gegen Mathias Döpfner
Der Rechtsstreit zwischen Mathias Döpfner und Recep Tayyip Erdogan geht weiter. FOTO: dpa, sab
Köln. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan will im Streit über eine Äußerung zu Moderator Jan Böhmermann weiter gegen Springer-Chef Matthias Döpfner vorgehen. Erdogan ließ über seinen Anwalt Beschwerde gegen einen Entscheid des Kölner Landgerichts einlegen.

Das sagte eine Gerichtssprecherin am Montag auf Anfrage. Das Landgericht Köln hatte am 11. Mai einen Antrag Erdogans auf Erlass einer einstweiligen Verfügung gegen den Vorstandschef des Medienhauses Axel Springer zurückgewiesen. Döpfners Äußerungen seien durch das Recht auf freie Meinungsäußerung gedeckt.

Fotos: Erdogan – vom Häftling zum Ministerpräsidenten FOTO: AP

Das Gericht prüfe nun, ob es "der Beschwerde abhelfe", also seine vorherige Entscheidung gegebenenfalls ändere. Treffe das Landgericht keine solche Abhilfe-Entscheidung, werde es die Beschwerde dem Oberlandesgericht Köln weiterleiten.

Festgelegte Fristen, wann dieser Vorgang abgeschlossen werden müsse, gebe es nicht. Erdogans Anwalt Ralf Höcker hatte bereits am 11. Mai angekündigt, Erdogan werde sofortige Beschwerde beim OLG einlegen. Gerichtssprecherin Christina Harpering erläuterte, die Beschwerde sei am vergangenen Freitag eingegangen.

Porträt: Böhmermann – Podolski-Imitator, Komiker, ZDF Neo FOTO: dpa, bsc

Döpfner hatte in einem offenen Brief an den in der Kritik stehenden Satiriker Jan Böhmermann erklärt: "Ich möchte mich, Herr Böhmermann, vorsichtshalber allen Ihren Formulierungen und Schmähungen inhaltlich voll und ganz anschließen und sie mir in jeder juristischen Form zu eigen machen." Döpfner betonte Mitte Mai, er nehme nichts zurück.

Böhmermann am 31. März in seiner Show "Neo Magazin Royale" ein als Satire angekündigtes Schmähgedicht über Erdogan vorgetragen und dadurch erheblichen Wirbel ausgelöst.

Varoufake, Schweiger...: Böhmermanns größte Aufreger FOTO: Screenshot Youtube
(hebu/dpa)
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