| 14.02 Uhr

Notfalls auch nach Syrien
Grünen-Politiker: Gewaltbereite Flüchtlinge abschieben

Boris Palmer: Gewaltbereite Flüchtlinge auch nach Syrien abschieben
Boris Palmer fordert hartes Durchgreifen, wenn Flüchtlinge kriminell werden. FOTO: dpa, ks aen bwe hjb
Tübingen. Der Grünen-Politiker und Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer fällt immer wieder durch Äußerungen zur Flüchtlingspolitik auf, die nicht auf seiner Parteilinie liegen. Jetzt fordert er, gewaltbereite Flüchtlinge sollten notfalls auch nach Syrien abgeschoben werden. 

Im Interview der "Stuttgarter Zeitung" sagte Palmer: "Es gibt Verhaltensweisen, die dazu führen, dass man sein Aufenthaltsrecht und Schutzbedürfnis verwirkt. Wenn sich jemand nicht an elementare Regeln hält, sind wir berechtigt zu sagen, für euch greift das Asylrecht nicht mehr." 

Zwar gilt Syrien nicht als sicheres Herkunftsland, in das abgeschoben werden darf. Trotzdem meinte Palmer: "Es gibt auch in Syrien Gebiete, die nicht im Krieg sind."

Mit dieser Aussage zog Palmer auf seiner Facebook-Seite Kritik auf sich - wegen der Lebensgefahr im Kriegsgebiet Syrien. Der Rathaus-Chef hielt dagegen, dass es in Syrien auch eine große Zahl an Binnenflüchtlingen gebe.

Mit Blick auf vereinzelte Gewalttaten von Flüchtlingen in Deutschland sagte er: "Wie erkläre ich denn der Familie eines Opfers, dass der Täter noch im Land ist, obwohl er so aggressiv war? Da ist die Antwort "In Syrien ist es unsicher" wenig befriedigend." Palmer forderte in dem Interview eine Debatte über unbequeme Themen und verteidigte seine bisweilen in eigenen Parteikreisen umstrittenen Ansichten.

(jco/dpa)
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Boris Palmer: Gewaltbereite Flüchtlinge auch nach Syrien abschieben


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.