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Darlehen über 120 Millionen Euro
Brandenburg erhält EU-Förderkredit für Flüchtlinge

Stimmen: NRW-Bürgermeister zur Lage in ihrer Stadt
Stimmen: NRW-Bürgermeister zur Lage in ihrer Stadt FOTO: dpa, fg nic
Berlin. Als erste Region überhaupt erhält das Land Brandenburg ein Darlehen der Europäischen Investitionsbank (EIB) zum Bau und Umbau von Flüchtlingsunterkünften. Es geht um einen Betrag von 120 Millionen Euro.

Am Donnerstag unterzeichneten die EIB und die Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) einen Rahmenvertrag über den Kredit, wie die EIB mitteilte. Brandenburg könne mit dem Darlehen Kredite für die Mittelvergabe an Kommunen günstiger refinanzieren.

"Der heutige Vertrag wird ländlichen und städtischen Gebieten in Brandenburg helfen, Unterkünfte für tausende Menschen zu schaffen", erklärte EIB-Vizepräsident Ambroise Fayolle. Die Europäische Investitionsbank ist demnach bereit, in den kommenden Monaten ähnliche Projekte auch in anderen EU-Ländern zu unterstützen.

Städte und Gemeinden erhalten die Gelder für ihre Bauvorhaben vom Landesministerium für Arbeit und Soziales sowie von der ILB. Diese profitieren wiederum von den günstigen Darlehensbedingungen der EIB. Schon bis Ende des Jahres sollen so etwa hundert Vorhaben im ganzen Land indirekt von dem EIB-Darlehen profitieren. Das Programm läuft bis zum Jahr 2018.

Der EIB zufolge nimmt Brandenburg im laufenden Jahr mit voraussichtlich 30.000 Flüchtlingen fünf Mal so viele Menschen auf wie im Gesamtjahr 2014. Zugleich gehöre das Bundesland mit einem Pro-Kopf-Bruttoinlandsprodukt von weniger als 90 Prozent des EU-Durchschnitts zu den weniger entwickelten Regionen Deutschlands. Langfristig sollen die mit Hilfe der EIB gebauten Wohnungen preiswert zu Wohnungen für ältere Menschen und Studenten oder in Büros umgewandelt werden und so allen Brandenburgern zugute kommen.

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(emy/AFP)