Wahldebakel mit Konsequenzen: Bremer FDP-Vorstand tritt geschlossen ab
zuletzt aktualisiert: 24.05.2011 - 20:21Bremen (RPO). Der Landesvorstand der Bremer FDP ist nach dem schlechten Ergebnis bei der Bürgerschaftswahl am Sonntag geschlossen zurückgetreten. Neben insgesamt 14 Politikern gehört dazu auch der bisherige Landeschef und Spitzenkandidat der Bürgerschaftswahl, Oliver Möllenstedt.
Ein Teil des Landesvorstands soll bereits am Montagabend seinen Rücktritt erklärt haben. Den Komplett-Rückzug gab am Dienstag nun ein Sprecher über Radio Bremen bekannt.
Die Bremer FDP zieht damit die Konsequenzen aus dem Wahldebakel vom Wochenende. Die Partei hat nach Hochrechnungen den Wiedereinzug in die Bremische Bürgerschaft verpasst. Mit gerade einmal 2,6 Prozent (ARD-Hochrechnung) verfehlte sie die selbst gesteckten Ziele deutlich. Einen neuen Landesvorstand will die FDP dem Sender zufolge auf ihrem Parteitag Mitte Juni wählen.
Der Bremer FDP-Chef Oliver Möllenstädt hatte sich am Sonntag fassungslos wegen des schlechten Abschneidens seiner Partei gezeigt. Er könne sich im Augenblick nicht erklären, wieso seine Partei nicht wieder in den Landtag ziehen könne, sagte Möllenstädt. "Wir hatten uns mehr erwartet", betonte der FDP-Politiker. Seine Partei müsse nun das Ergebnis "gründlich analysieren".
Gerade nach der Neupositionierung der FDP im Bund habe die Partei auch in Bremen sehr positive Resonanz von den Bürger erfahren. Die Partei-Veranstaltungen während des Wahlkampfs seien voll gewesen. Aber offenbar habe die Zeit nicht gereicht, um die Fünf-Prozent-Hürde zu schaffen und wieder ins Parlament zu ziehen. Dies sei "sehr schade".
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