LKA prüft Zusammenhang mit ähnlichen Attentatsversuchen: Briefbombe an bayerische SPD-Bundestagsabgeordnete
zuletzt aktualisiert: 29.06.2004 - 15:46Deggendorf (rpo). In Niederbayern hat es einen weiteren Briefbombenattentatsversuch auf Politiker gegeben. Das Büro der SPD-Bundestagsabgeordneten Brunhilde Irber in Deggendorf erhielt am Dienstag ein Brief mit einem Sprengzünder, der beim Öffnen aber nicht zündete.
Wie das bayerische Landeskriminalamt am Dienstag in München mitteilte, explodierte der Umschlag trotz Zündvorrichtung nicht. Eine Bürokraft, die den an die Politikerin persönlich adressierten Umschlag öffnete, bemerkte, wie schwarzes Pulver aus dem Brief rieselte.
Bereits im April hatte ein Unbekannter Briefbomben an den Passauer Oberbürgermeister Albert Zankl und Landrat Hanns Dorfner geschickt. Auch die Umschläge an die beiden CSU-Politiker wurden jeweils im Vorzimmer geöffnet und explodierten nur aus Zufall nicht. Der Bombe an Zankl lag ein Artikel über angeblichen Wahlbetrug von Bundeskanzler Gerhard Schröder bei.
Das LKA untersucht nun, ob auch die jüngste Bombe vom selben Täter stammt. Bei der Briefbombe gegen die SPD-Politikerin handelt es sich nach Angaben des LKA um eine unkonventionelle, aber voll funktionsfähige Spreng- und Brandvorrichtung. Konkrete Hinweise auf die Identität des Briefabsenders liegen den Ermittlern nach eigenen Angaben bislang nicht vor.
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