Verwaltungsangestellte schöpfte Verdacht: Briefbombenanschlag auf Passauer OB vereitelt
zuletzt aktualisiert: 15.04.2004 - 18:45Passau (rpo). Innerhalb einer Woche ist in Bayern zum zweiten Mal ein Briefbombenanschlag auf einen Kommunalpolitiker vereitelt worden.
Am Donnerstag ging bei der Stadtverwaltung in Passau per Post eine mit Zündvorrichtung und Pulver präparierte Sendung ein, die an den Passauer Oberbürgermeister Albert Zankl (CSU) adressiert war. Nach Angaben von Staatsanwaltschaft und Polizei Passau schöpfte eine Verwaltungsangestellte jedoch Verdacht und rief die Polizei.
Vor einer Woche hatte ein unbekannter Täter dem Landrat Hanns Dorfner (CSU) eine ähnliche Sendung geschickt. Seine Sekretärin hatte beim Öffnen jedoch Verdacht geschöpft und die Polizei alarmiert.
In dem Umschlag, der an Zankl adressiert war, befanden sich den Angaben zufolge eine funktionsfähige Zündvorrichtung mit 60 Gramm Pulver. Bei einer Zündung hätte das aggressive Pulver Verbrennungen verursachen und seine Splitterwirkung entfalten können. Derzeit prüft die Polizei, ob es sich in beiden Fällen um denselben Täter handelt. Das Landeskriminalamt untersucht die zweite Sendung auf Spuren und hat eine Belohnung von 3.000 Euro ausgesetzt.
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