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Brüderle Panorama, ddp 2009-1114
  Foto: ddp, ddp
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"Keine klare Linie im Sanierungskonzept": Brüderle attackiert General Motors

zuletzt aktualisiert: 02.12.2009 - 15:14

Berlin/Bochum (RPO). Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) hat den US-Autohersteller General Motors (GM) scharf kritisiert. Zwar habe der Konzern eine Zusammenfassung des lange angekündigten Sanierungskonzepts für Opel vorgelegt, sagte er am Mittwoch in Berlin. Aber "zu keiner der für die Zukunft von Opel wichtigen Fragen wird in dem Papier eine Antwort gegeben", monierte er.

Zugleich sei das Papier "kein Antrag auf staatliche Mittel und kann auch keine Grundlage für eine Prüfung sein", sagte der Minister weiter. Fragen nach der künftigen Aufstellung von Opel und Vauxhall im Konzern, also "wie viel eigenen Gestaltungsspielraum Opel zum Beispiel bei der Modellentwicklung haben wird", blieben offen. "Das Papier von GM bestätigt ebenso wie der Rücktritt von GM-Chef Henderson, dass es bei GM keine klare Linie gibt", sagte der Ressortchef.

Regierungssprecher Ulrich Wilhelm sagte in Berlin, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) habe sich mit dem Schreiben noch nicht befasst. Es sei kein entscheidungsfähiger Antrag, sondern scheine "eher eine Skizze" zu sein. Die Bundesregierung erwarte von GM, so das Unternehmen den Weg gehen wolle, einen Antrag auf entsprechende Hilfen zu stellen. Der Antrag müsse dann aber mehr Substanz enthalten als das bisherige Schreiben.

Nach Angaben des Ministeriums bezifferte GM den Finanzbedarf für sein Konzept auf 3,3 Milliarden Euro. 600 Millionen Euro davon wolle der Konzern selbst stemmen. Die verbleibende Summe sollen nach GM-Vorstellungen die europäischen Steuerzahler beisteuern.

Quelle: DDP/felt

 
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