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Nach SPD-Schelte: Brüderle: Clement ist jederzeit willkommen

zuletzt aktualisiert: 20.12.2007 - 19:15

Düsseldorf (RP). Der stellvertretende FDP-Vorsitzende Rainer Brüderle hat dem früheren NRW-Ministerpräsidenten und Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) angeboten, zu den Liberalen zu wechseln.

„Wolfgang Clement gehört zu den pragmatischen und marktwirtschaftlich orientierten Politikern in der SPD. Wenn er sich in einer vom Lafontaine-Virus infizierten SPD nicht mehr wohl fühlt, ist er bei den Liberalen jederzeit willkommen“, sagte Brüderle unserer Zeitung. Brüderle weiter: „Es ist bezeichnend, dass ein solcher marktwirtschaftlicher Hilferuf nicht aus der verstummten Union kommt, sondern von einem früheren SPD-Wirtschaftsminister.“

Zuvor hatte Wolfgang Clement damit gedroht, aus der SPD auszutreten, da diese ihm zu nah an die Linkspartei gerückt sei. Die Online-Ausgabe der Süddeutschen Zeitung zitierte Clement am Donnerstag mit den Worten, die SPD sei seine politische Heimat, "aber es gibt natürlich Grenzen".

Clement warnte die Parteiführung davor, noch weiter nach links zu schwenken. Die SPD sei "sehr fixiert darauf, was die Lafontaine- und Gysi-Truppe macht". Er zeigte sich "beunruhigt über diese Rückschritte", vor allem in der Arbeitsmarktpolitik.

Gerhard Schröder habe auch auf die eigene Partei Druck ausgeübt, um die Agenda 2010 durchzusetzen. "Jetzt zeigt sich, dass die erstbeste Gelegenheit einer leichten wirtschaftlichen Erholung genutzt wird, um Teile der Agenda zurückzunehmen. So können wir die Menschen jedenfalls nicht gewinnen."


 
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