kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Rainer Brüderle Panorama ddp09
  Foto: ddp
Kommentare ()

Steigende Arbeitslosenzahlen im Winter befürchtet: Brüderle: "Gas geben und Steuern senken"

zuletzt aktualisiert: 02.11.2009 - 07:06

Frankfurt/Main (RPO). Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle geht davon aus, dass es noch zwei bis drei Jahre dauern wird, bis die gröbste Krise überwunden sein wird. Experten aus der Wirtschaft rechnen im Winter mit einem Anstieg der Arbeitslosenzahlen in Deutschland. Massenentlassungen seien in den nächsten Monaten aber nicht zu befürchten.

Das sagte der Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Norbert Walter, der "Bild"-Zeitung. "Wir sind noch im tiefen Tal, aber es geht langsam bergauf", wird der Minister in ebenfalls "Bild" zitiert. "Jetzt müssen wir Gas geben und so schnell wie möglich für Steuersenkungen sorgen", fügte Brüderle hinzu. Er sei zuversichtlich, "dass wir in zwei bis drei Jahren aus dem Gröbsten raus sind". Allerdings sei zu befürchten, dass die Zahl der Arbeitslosen im Lauf des Winters noch ansteigen werde.

Brüder lehnt die Einführung eines Betreuungsgeldes für Eltern ab. Der "Bild"-Zeitung sagte der FDP-Politiker: "Ich mache kein Geheimnis daraus, dass ich davon nichts halte." Mit Blick auf den Koalitionsvertrag von Union und FDP fügte er hinzu: "Ich hätte mir mutigere Vereinbarungen gewünscht - aber sei's drum. Das werden wir dann in vier Jahren machen, wenn wir Liberalen noch stärker sind und mit der Union den nächsten Koalitionsvertrag aushandeln."

Stellenabbau droht in der Automobilindustrie

Über die Zukunft des Opel-Konzerns äußerte sich der Bundeswirtschaftsminister verhalten zuversichtlich. "Opel baut hervorragende Autos", sagte Brüderle. Weltweit würden aber viel zu viele Autos gebaut, für die es keinen Markt gebe. "Opel muss die Chance bekommen, in einem fairen Wettbewerb mitzumachen. Das ist keine Garantie für die Zukunft, aber eine echte Chance", fügte der Minister hinzu.

Deutsche-Bank-Chefvolkswirt Walter nannte die Lage auf dem Arbeitsmarkt "deutlich besser als erwartet". Man könne sicher nicht von Entwarnung sprechen. Er rechne aber nicht mit Massenentlassungen in den Wintermonaten. Die Beschäftigungsentwicklung in den letzten drei Monaten habe gezeigt, dass sich die Finanzkrise nicht so massiv ausgewirkt habe wie erwartet. Daher sei die Prognose von durchschnittlich 4,5 Millionen Arbeitslosen für 2010 zu pessimistisch. "Es werden mindestens 200.000 bis 300.000 weniger sein", sagte Walter voraus.

Besonders angespannt bleibe die Lage jedoch in den Bereichen Auto, Zulieferer und Teile des Maschinenbaus. Dort sei angesichts der schlechten Auftragslage mit einer nennenswerten Zahl von Pleiten und einem deutlichen Belegschaftsabbau zu rechnen.

Die Tageszeitung "Die Welt" berichtete über eine Studie der Unternehmensberatung A.T. Kearney. Danach könnte die Zahl der Arbeitsplätze in der deutschen Automobilindustrie bis 2013 um rund 110.000 bis 130.000 Stellen zurückgehen. Der Abbau von Arbeitsplätzen droht demnach bei Herstellern, Zulieferern, im Handel sowie im Service und in Werkstätten. Insgesamt werde die Zahl der Beschäftigten in der deutschen Automobilindustrie von heute 1,4 Millionen auf 1,27 bis 1,29 Millionen sinken.

Quelle: AP/csr

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online

Wahlen in Ägypten

Kandidat fordert neue Auszählung

Nach der ersten Runde der ägyptischen Präsidentschaftswahl hat ein Kandidat eine teilweise Nachzählung der Stimmen gefordert. mehr 

Scheichs rüsten Syriens Rebellen auf

Assads Macht gerät ins Wanken

Scheichs rüsten Syriens Rebellen auf

Die bewaffnete syrische Opposition wird mit Geld und Waffen aus den reichen Golf-Staaten und Hilfe der USA immer stärker. mehr 

Mehr Politik
Aus der Region

Assads Macht gerät ins Wanken

Scheichs rüsten Syriens Rebellen auf

Fast 100 Tote in Syrien

UN-Beobachter bestätigen Blutbad

Die IWF-Chefin zeigt sich hart

Lagarde hat kein Mitlied mit den Griechen

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

Video

Gefangen im Monster-Stau von Peking

In Chinas Hauptstadt gibt es nicht nur viele Menschen, sondern auch ziemlich viele Autos. Kein Wunder also, dass es dort immer wieder zu ... mehr 

Nikolaus-Schneider-Ratsvorsitzender-des-EKD_1_53012.jpg

Pfingstsonntag

Die Nordkirche gründet sich

Sonntag wird im holsteinischen Städtchen Ratzeburg aus den drei alten Landeskirchen Nordelbien, Mecklenburg und Pommern eine neue gegründet – die Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland, kurz: Nordkirche. Vorausgegangen sind 13 Jahre ... Von Frank Vollmer  mehr

 

Interview mit Gerda Hasselfeldt (CSU)

"Betreuungsgeld ohne Auflagen"

 

Bundestag debattiert über Flughafendebakel

"Wahnsinn", "Provinzniveau", "versemmelt"

 
 

Seeheimer Kreis kritisiert Troika

SPD-Politiker sehnen sich nach Kanzlerkandidaten

 

Merkel und Seehofer angeblich einig

Weg für Schröders flexible Frauenquote offenbar frei

Top-Services